Gegen die Einsamkeit

Diakoniewerk „verkuppelt“ Ältere und Alltagshelfer

Der richtige Helfer zur richtigen Zeit am richtigen Ort - so wird auf der Allfred-Internetseite das Angebot beschrieben, das älteren Menschen den Alltag erleichtern soll. Allfred - ein Kunstwort aus den Begriffen Alltag, Freizeit und Dienstleistung - ist eine Entwicklung des Evangelischen Diakoniewerks und zählt 102 Helfer.

Miteinander kochen, Unterstützung im Haus oder im Garten, Begleitung bei Arztbesuchen, Einkäufen oder Spaziergängen - das sind Dienstleistungen, die die Allfred-Helfer anbieten. „Wir wollen etwas gegen die soziale Vereinsamung tun, Menschen kommen oft aus verschiedensten Gründen nicht mehr aus ihren eigenen vier Wänden“, sagt Daniela Palk, die beim Evangelischen Diakoniewerk in Gallneukirchen für Kompetenzmanagement und Seniorenarbeit verantwortlich ist und auch das Projekt Allfred federführend umsetzte.

„Hemmschwelle ist da“
Das Wirtschaftsministerium förderte bis Ende Juni das Angebot, das heuer auch mit einem Sonderpreis beim oberösterreichischen Erfinder-Award Edison ausgezeichnet wurde. „Wir sind im Großraum Linz tätig“, verrät Palk, die im Allfred-Team Juristen, Controller und auch Kommunikationsspezialisten an einen Tisch brachte. Die Helfer werden genau ausgesucht, die Mitarbeiter des Diakoniewerks führen persönliche Gespräche mit den Kandidaten, bevor sie eingesetzt werden.

„Uns ist wichtig, dass die Chemie stimmt“, sagt Palk, die feststellt, dass es zwar viele Menschen gibt, die Hilfe suchen, dies aber nicht öffentlich zugeben wollen: „Oft ist eine Hemmschwelle da. Sie schämen sich.“ Das schlägt sich auch in den Zahlen nieder: Derzeit gibt’s 102 Helfer im Pool, aber nur 27 Paare. Der jüngste Kunde ist übrigens 58 Jahre alt, der älteste 96.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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