Bündnis-Kritik an ÖBB

„Eine stets verlogene und geschobene Geschichte“

Mit zum Teil absurden Plänen für den viergleisigen Ausbau der Weststrecke zwischen Linz und Wels haben sich die ÖBB den Unmut vieler Anrainer zugezogen. Nun müssen sie mit geballter Gegenwehr rechnen. Zwei Bürgerinitiativen und die Gemeinden Leonding, Pasching und Oftering gehen gemeinsam vor.

Hunderte Anrainer folgten der Einladung der Initiative „Impulse Schiene Leonding“, der Flurschutzgemeinschaft Pasching sowie der Bürgermeister von Leonding, Pasching und Oftering zur ersten gemeinsamen Veranstaltung gegen die ÖBB-Ausbaupläne. „Es ist wie in einem Druckkessel kurz vor dem Siedepunkt“, beschrieb die Leondinger Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek die Stimmung im Rathaus. Sie versprach, den steigenden Druck an die ÖBB weitergeben.

Bundesverwaltungsgericht eingeschaltet
Seit Jahren gibt es heftige Proteste. Weil in Leonding keine Einhausung und Tieferlegung der Trasse geplant ist. In Pasching soll die Haltestelle gestrichen werden. Wegen des Schwenks zum Flughafen Hörsching sollen Teile der bestehen Trasse aufgelöst werden, dafür gibt’s ÖBB-Pläne für einen Rübensammelplatz in Oftering.

Vier Tage verhandelt
Vorläufiger Höhepunkt der Proteste war die viertägige Verhandlung beim Bundesverwaltungsgericht. „Es war stets eine geschobene und verlogene Geschichte“, erklärt Hans Lughammer von der Flurschutzgemeinschaft. „Für die Umweltverträglichkeitsprüfung gaben die ÖBB 577 Züge pro Tag an. Bei der Verhandlung hieß es, es sei nur eine Annahme. Sie akzeptieren keine Einschränkung.“

Mario Zeko
Mario Zeko
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Montag, 18. Jänner 2021
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