29.08.2019 10:23 |

Gehsteig, Straßenbahn

Zwei Messerangriffe auf Burschen in nur 30 Minuten

In einer Straßenbahn ist ein 17 Jahre alter Jugendlicher am Mittwochnachmittag beim Margaretengürtel in Wien von einem bis dato Unbekannten mit einem Messer niedergestochen worden. Der Angreifer und sein Komplize ergriffen danach die Flucht. Das Opfer wurde schwer verletzt. Kurz zuvor hatte bereits eine Auseinandersetzung unter Jugendlichen im Bezirk Döbling mit einem Messerstich geendet, ein erst 14-Jähriger steht im Verdacht, zugestochen zu haben. Das Opfer, ein 13-jähriger Bub, soll sich zuvor abfällig über die Schwester des anderen geäußert und diese beschimpft haben.

In der Station Margaretenstraße waren gegen 14 Uhr die unbekannten Männer in die Straßenbahn gestiegen, bald darauf gerieten sie mit dem Jugendlichen in Streit. Dieser eskalierte völlig, einer der Männer zückte ein Messer und stach auf den 17 Jahre alten Burschen ein. „Daraufhin zog der zweite unbekannte Mann den Täter aus dem Waggon und beide flüchteten in unbekannte Richtung“, so Polizeisprecherin Irina Steirer am Donnerstag. 

Rettungseinsatz bei nächster Haltestelle
Zeugen hätten daraufhin den Straßenbahnfahrer über den Vorfall und den Verletzten informiert, dieser setzte einen Notruf ab. Bereits bei der nächsten Haltestelle konnte der 17-Jährige aus der Straßenbahn gebracht und notärztlich versorgt werden. In der Folge wurde das Opfer von der Berufsrettung ins Krankenhaus gebracht. „Der junge Mann befindet sich nicht in Lebensgefahr“, hieß es.

Die Fahndung nach den beiden Unbekannten läuft auf Hochtouren, verlief bislang jedoch ohne Erfolg.

Bub (14) stach auf Kontrahenten (13) ein
Nur eine halbe Stunde zuvor war es bereits im Bezirk Döbling zu einer Auseinandersetzung unter Jugendlichen gekommen, bei der ebenfalls ein Messer im Spiel war. Der Streit spielte sich diesmal am Gehsteig ab, beteiligt gewesen seien Burschen im Alter von 13, 14, 15 und 16 Jahren, so die Polizeisprecherin. Zunächst soll der 14-jährige Bursche ein Mädchen, das auf der Terrasse einer Wohnung stand, vom Gehweg aus beleidigt haben. Der 13 Jahre alte Bruder, russischer Staatsbürger, bekam die Anfeindungen mit und ging daraufhin vor die Türe.

Dort schlug er zunächst mit der Faust dem 14-Jährigen ins Gesicht, woraufhin es zur Rangelei kam. Plötzlich zog der österreichische Staatsbürger ein Messer - der 13-Jährige wurde am Bauch verletzt.

Danach ergriffen die Jugendlichen, neben dem 14-Jährigen ein 15 Jahre alter Österreicher sowie ein 16-jähriger Kolumbianer, sofort die Flucht. Wer bei der Auseinandersetzung allerdings auf wessen Seite stand, ist nicht ganz klar. Der 16-Jährige dürfte jedenfalls auch vom 15-jährigen Österreicher verbal bedroht worden sein, sagte Polizeisprecherin Irina Steirer.

Anzeige auf freiem Fuß
Nach kurzer Fahndung konnte die Polizei die Burschen bei der Glatzgasse anhalten und festnehmen. Das Opfer wurde von der Berufsrettung ins Krankenhaus gebracht. Nach der Einvernahme der Verdächtigen wurden sie auf freiem Fuß angezeigt, so die Sprecherin. Auch die Tatwaffe konnte sichergestellt werden. 

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