Sanierungsverfahren

Gruber&Kaja-Pleite lässt 200 Mitarbeiter zittern

Die Krise war schon lange Alltag geworden, doch nun ist das Schicksal von Gruber & Kaja besiegelt. Der in St. Marien ansässige Automobilzulieferer stellt einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens beim Linzer Landesgericht. 200 Mitarbeiter, die zuletzt keine Löhne erhielten, sind betroffen.

Die für Mitte August fälligen Löhne für die 200 Mitarbeiter hatten nicht bezahlt werden können. „Die Ungewissheit ist für die Beschäftigten das Schlimmste“, fand Michael Seemayer, Landessekretär der Gewerkschaft Pro-Ge, zuletzt deutliche Worte, während sich die Wolken über Gruber & Kaja dunkler färbten. Gestern war es Gewissheit: Die Gespräche mit Investoren, die HTI-Vorstand Bernd Schedler geführt hatte, waren nicht erfolgreich. Auch eine Zwischenfinanzierung durch den bisherigen Finanzpartner von HTI konnte nicht erreicht werden.

Gute Nerven gefragt
Deshalb wird die HTI High Tech Industries AG einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens für ihre Tochterfirma Gruber & Kaja beim Landesgericht in Linz einreichen. Sobald das Sanierungsverfahren eröffnet ist, führt ein Masseverwalter die Geschäfte beim Metallteilehersteller. Bei den Mitarbeitern sind gute Nerven gefragt, sie sollen nicht überstürzt die Firma verlassen, um ihre Ansprüche zu behalten.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Freitag, 14. August 2020
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