23.08.2019 15:56 |

ÖVP, FPÖ & SPÖ einig

Durchschnittspensionisten: 30 Euro mehr ab 2020

Pensionisten dürfen mit einem satten Plus rechnen: Der Seniorenrat schlug vor, kleine Pensionen um 3,6 Prozent anzuheben, auch für Besserverdiener sollen es zumindest 1,8 Prozent mehr sein. Die Mehrheit dafür ist bereits fix, denn ÖVP und FPÖ wollen das Modell so übernehmen. Auch die SPÖ scheint einverstanden.

Alle Jahre wieder, stets zum Ende des Sommers, wird in der heimischen Politik die immer gleiche Debatte geführt: Darf’s ein bisserl mehr für Pensionisten sein? Zwar existiert grundsätzlich ein Modell für die automatische Anpassung der Bezüge an die Inflation - darüber hinaus wird allerdings regelmäßig von der Politik etwas draufgelegt, vor allem im Wahlkampf will es sich (fast) keine Partei mit den mehr als zwei Millionen Pensionisten verscherzen.

So gesehen fiel die Debatte heuer ziemlich kurz aus: Der Vorschlag des Seniorenrates, kleine Pensionen mit der doppelten Inflationsabgeltung zu erhöhen, wurde von den Parteien de facto schon angenommen. Die Idee: Pensionen bis 1250 Euro brutto im Monat sollen um 3,6 Prozent erhöht werden. Zudem ist eine „Einschleifregelung“ geplant - das heißt: Ab 1250 Euro soll das Plus sukzessive abschmelzen, zur ASVG-Höchstpension von 3477 Euro gibt es die „normale“ Entschädigung für die Teuerung in der Höhe von 1,8 Prozent dazu. Kostenpunkt der Erhöhung: rund 800 Millionen Euro pro Jahr, der Preis für das zusätzliche Kleinpensionen-Plus beträgt 100 Millionen.

30 Euro pro Monat auf die Durchschnittsrente
Der Segen aus der ÖVP ließ keine zehn Minuten auf sich warten: Klubobmann August Wöginger richtete aus, dass das Modell exakt so übernommen werden könne - detto die Blauen. Damit wäre die Mehrheit im Parlament bereits fix. Zudem lobt auch SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch den Vorschlag, laut ihm müsse man aber noch das eine oder andere Detail ausschnapsen. Geschehen soll dies beim „Pensionsgipfel“ am kommenden Mittwoch.

Für die Pensionisten bedeutet das Folgendes: Der Median-Rentner mit 1005 Euro - sprich: die Hälfte hat mehr, die Hälfte weniger - bekommt netto 30 Euro pro Monat mehr statt der gesetzlich eigentlich vorgesehenen 15 Euro. Im Jahr beträgt das Pensionsplus also rund 420 Euro.

Klaus Knittelfelder, Kronen Zeitung

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