15.08.2019 14:27 |

Flug unterbrochen

Tobender Passagier wollte Cockpit stürmen

Schreckmomente über den Wolken: Eine Maschine der ungarischen Billigfluglinie Wizz Air hat am Donnerstag einen Flug nach Island wegen eines aggressiven Passagiers in Norwegen unterbrechen müssen. Laut Medienberichten soll der Mann versucht haben, das Cockpit zu stürmen, und sei von Mitgliedern der Crew zurückgehalten und ruhiggestellt worden. Die Behörden betonten allerdings, es habe sich nicht um einen Entführungsversuch gehandelt.

Das in Budapest gestartete Flugzeug mit rund 200 Menschen an Bord landete im westnorwegischen Stavanger außerplanmäßig und der Mann wurde den Behörden übergeben, teilte die Polizei mit. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.

Ausdrücklich wies die Polizei Spekulationen über einen Entführungsversuch zurück. Mehrere Medien hatten zuvor von einem „Entführungsversuch“ berichtet. Die Berichte zu dem Zwischenfall sind widersprüchlich: Während es in den meisten Berichten hieß, der Mann sie beim Versuch, ins Cockpit vorzudringen, von Crewmitgliedern gestoppt worden, berichteten einige Nachrichtenseiten, die Crew habe den randalierenden Mann erst aufhalten können, nachdem er bereits ins Cockpit vorgedrungen war.

Die Maschine setzte ihren Flug fort, nachdem man den Tobenden losgeworden war, und landete mit eineinhalb Stunden Verspätung in Islands Hauptstadt Reykjavik. Einzelheiten zu dem Verhalten des etwa 60-jährigen Isländers wurden vorläufig nicht bekannt gegeben. Wizz Air teilte mit, auf dem Flug habe ein Passagier ein „ordnungsstörendes und aggressives Verhalten an den Tag gelegt“.

Ein Sprecher der norwegischen Polizei sagte, der Mann habe Beamten erklärt, er habe Medikamente genommen und erinnere sich an nichts. Er werde nun medizinisch untersucht, hieß es weiter. Dem Passagier könnte auch eine Ermittlung wegen Ungehorsams gegenüber dem Piloten drohen, sagte der Sprecher weiter.

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