12.08.2019 11:32 |

Vorwürfe dementiert

Epstein-Tod: Royal Family betet mit Prinz Andrew

Seit dem rätselhaften Tod des US-Milliardärs Jeffrey Epstein in einem New Yorker Gefängnis rückt auch Prinz Andrew wegen seiner Verbindungen zu dem wegen Sexhandels angeklagt gewesenen Hedgefonds-Manager wieder ins Interesse der Öffentlichkeit. Die Vorwürfe gegen ihn weist das Königshaus aber dezidiert zurück. 

Am Wochenende zeigten sich die Royals, allen voran die Queen, beim gemeinsamen Kirchgang mit Andrew und lächelten die Epstein-Affäre nach dem Gebet einfach weg. Auch Andrews älteste Tochter Prinzessin Beatrice war zur Unterstützung mit in die Crathie-Kirche bei Balmoral, der Sommerresidenz der Queen, gekommen. Die Windsors halten in Krisenzeiten besonders zusammen.

17-jährige Sexsklavin
Doch was bringt den Prinzen jetzt so in Bedrängnis? Das oberste Berufungsgericht der USA (US Court of Appeals) hat entschieden,, dass der Inhalt der Zivilklage von Virginia Guiffre (sie heißt inzwischen Virginia Roberts) gegen Epsteins Assistentin Ghislaine Maxwell öffentlich gemacht wird. Darin behauptet Guiffre, dass sie und eine andere von Epstein und Maxwell angeworbene Sexsklavin „sexuelle Akte“ mit dem jüngeren Bruder von Prinz Charles durchgeführt habe.

Mit in den über 2000 Seiten an Dokumenten befindet sich auch ein Foto, das Guiffre als Beweis mit eingereicht hatte. Es zeigt Prince Andrew mit der damals 17-jährigen Virginia und Maxwell in deren Londoner Wohnung. In den Gerichtsakten beschreibt Guiffre im Detail die drei Jahre, in denen sie Epsteins und Maxwells „Sexsklavin“ gewesen sein will: „Ich wurde regelrecht sexuell geschult.“

Dann sei sie an bekannte Freunde von Epstein weitergeben worden. So wurde sie laut Gerichtsakten für Prince Andrew direkt nach London geschickt: „Es gibt Flugpläne, die beweisen, dass Ms. Giuffre mit Maxwell und Epstein in dessen Privatjet nach London geflogen wurde. Und es gibt ein Foto von Ms. Giuffre mit Maxwell und dem Prinzen, ohne dass die Gegenseite dafür eine Erklärung geliefert hat. Warum der Prinz mit einer Minderjährigen in einer Londoner Wohnung von Epsteins Freundin abgebildet ist und seine Hand um die nackte Hüfte des jungen Mädchens gelegt hat.“

21-Jährige „begrapscht“
In den Dokumenten wird auch die eidesstattliche Erklärung von Johanna Sjoberg aufgeführt. Die behauptet, als damals 21-Jährige zusammen mit Guiffre 2001 in Epsteins Wohnung in New York von Prinz Andrew „begrapscht“ worden zu sein: „Dafür gibt es auch mehrere Augenzeugen. Jemand meinte, wir sollten zusammen ein Foto machen. Andrew und Virginia saßen bereits auf der Couch und ich bin dann auf Andrews Schoß. Vor dem Foto hat er die Hand auf meine Brust getan.“

Guiffres Anwälte beziehen sich immer wieder wieder auf das „belastende Foto: Es untermauert Ms. Guiffres Vorwürfe. Warum sollte sonst ein amerikanisches Kind ohne Eltern in London in einem Haus sein, das der Freundin eines verurteilten Triebtäters gehört.“

Prinz Andrew dementiert Vorwürfe
Prinz Andrew hat jegliche Schuld stets von sich gewiesen. 2015 erreichten seine Anwälte zudem, dass Guiffres Anschuldigungen, sie habe Sex mit dem Prinzen gehabt, aus den Gerichtsakten als „unverschämt und unnötig“ gestrichen wurden.

Auch ein offizielles Statement des Buckingham-Palasts folgte: „Irgendwelche Anschuldigungen, dass es zu unziemlichen Vorfällen mit Minderjährigen gekommen sei, ist kategorisch falsch. Der Duke of York dementiert energisch, jemals irgendeine Form von sexuellem Kontakt oder Beziehung mit Virginia (Roberts) Guiffre gehabt zu haben.“

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Waren nie essen“
Cristiano Ronaldo hofft auf ein „Date“ mit Messi
Fußball International
Um Stau zu entgehen
Autolenker als Geisterfahrer in der Rettungsgasse!
Niederösterreich
Vom Leser inspiriert
Rezept der Woche: Pizzateigstriezel „Tricolore“
Rezept der Woche
Nach Schienbeinbruch
Altach rechnet erst im Frühjahr mit Meilinger
Fußball National
„Er hat Nachholbedarf“
Coach Kovac setzt Coutinho erstmal auf die Bank
Fußball International
Vier-Tage-Woche & Co.
ÖGB fordert mehr Freizeit für Arbeitnehmer
Österreich
Hier im Video
Traumtor! Ein Ex-Austrianer begeistert die USA
Fußball International
„Rechtliche Schritte“
FPÖ-Wahlwerbung mit Kickl-Bild: Polizei wehrt sich
Österreich

Newsletter