03.08.2019 06:00 |

Amt gegen Besitzer

Zank um Minischweinchen „Lilly“ und „Charly“

Der Amtstierarzt will einer 15-Jährigen in einer Gartensiedlung im Wiener Bezirk Hietzing ihre beiden Minischweinchen abnehmen. Das Mädchen und ihre Mutter hätten nicht die nötige Ausbildung für deren Haltung. Joy und Barbara H. kämpfen aber für den Verbleib ihrer Lieblinge. Eine Entscheidung soll nächste Woche fallen.

Seit Anfang Juli leben die Jungtiere „Lilly“ und „Charly“ im Garten der Gemeindebau-Siedlung Lockerwiese. Joy (15) hatte „Lilly“ im Internet entdeckt, vor dem Tod gerettet und sie mit der Flasche aufgezogen. „Charly“ kam später dazu, weil die Auflagen ein zweites Borstenvieh vorschreiben. Ebenso wie einen Stall, einen Fressplatz und ein Suhle (alles vorhanden). „Die beiden sind geimpft, gechippt und angemeldet. Sie haben es bei uns besser als auf so manchem Bauernhof“, erklärt Joys Mutter Barbara H.

Hausverwaltung gab grünes Licht
Auch vonseiten der Hausverwaltung dürften die Vierbeiner bleiben. „Von uns gibt es grünes Licht“, erklärt ein Wiener-Wohnen-Sprecher. Es gab aber eine routinemäßige Meldung an die MA 60. Und das Amt zeigt sich widerborstig. „Schweine sind Nutztiere. Da gibt es Bestimmungen, die einzuhalten sind“, erklärt Kathrin Deckart vom Veterinäramt. Kontrollen habe es gegeben, das Verfahren sei am Laufen. Alles Weitere unterliege dem Datenschutz, so Deckart.

„Lilly“ und „Charly“ blicken also einer ungewissen Zukunft entgegen. Oder heißt es für sie am Ende doch noch: Schwein gehabt?

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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