24.07.2019 16:32 |

Geheimer Vergleich

Spital zahlte Millionen an Neil Armstrongs Familie

Der Name dieses vor sieben Jahren verstorbenen Mannes ist momentan in den Medien omnipräsent: Neil Armstrong. Vor ziemlich genau 50 Jahren setzte der Amerikaner als erster Mensch einen Fuß auf den Mond und machte einen „großen Schritt für die Menschheit“. Nun geraten unschöne Details um sein Ableben an die Öffentlichkeit: Das Krankenhaus, in dem er starb, zahlte seiner Familie sechs Millionen Dollar (rund 5,4 Millionen Euro) für Verschwiegenheit.

Armstrong starb im August 2012 im Alter von 82 Jahren nach einer Bypassoperation in einem Krankenhaus in der US-Stadt Cincinnati. Der „New York Times“ wurden nun anonym Dokumente zugespielt, die unschöne Details zutage bringen.

Sechs Millionen Dollar für Verschwiegenheit
Aus den Dokumenten geht hervor, dass das behandelnde Krankenhaus Armstrongs Familie sechs Millionen Dollar zahlte, damit diese dem Spital in der Öffentlichkeit keine Vorwürfe mache. Armstrong schien sich nach seiner OP anfänglich nämlich gut zu erholen. Als dann allerdings Komplikationen auftraten, bekam der damals 82-Jährige einen temporären Herzschrittmacher eingesetzt.

In der Folge verschlechterte sich sein Gesundheitszustand immer mehr und die Raumfahrt-Legende starb zwei Wochen nach der Operation. Die Familie erhob daraufhin schwere Vorwürfe gegen das Spital, die auch von einem Sachverständigen gestützt wurden.

„Keine Institution will mit Tod des Helden in Verbindung gebracht werden“
Wie aus den Dokumenten hervorgeht, zahlte die Krankenhausgesellschaft der Familie sechs Millionen Dollar, um diese Vorwürfe „privat“ und „ohne Öffentlichkeit“ zu behandeln. Man wollte damit die Einrichtung schützen. „Keine Institution will auch nur annähernd mit dem Tod eines der größten Helden der USA in Verbindung gebracht werden“, wird eine Anwältin der Familie zitiert.

Mit 5,2 Millionen Dollar wurde der Großteil des Geldes zwischen Armstrongs Söhnen Mark und Rick aufgeteilt. Die beiden Geschwister des ersten Mannes am Mond erhielten je 250.000 Dollar und seine sechs Enkel 24.000 Dollar. Witwe Carol soll kein Geld angenommen haben.

„Veröffentlichung sehr enttäuschend“
Vonseiten des Krankenhauses wurde mitgeteilt, dass die Veröffentlichung „sowohl für unsere Einrichtung als auch für die Patientenfamilie sehr enttäuschend“ sei. Denn auch diese habe die Causa privat regeln wollen.

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