21.07.2019 01:00 |

Millionen sahen zu

Vor 50 Jahren betrat erstmals Mensch den Mond

Es war einer dieser Momente, an den sich vermutlich all jene, die zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Welt waren, wohl noch erinnern: Jener Tag vor genau 50 Jahren, an dem NASA-Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat und die USA Raumfahrtgeschichte schrieb. Ein Moment, der sich in das kollektive Menschheitsgedächtnis einbrannte.

„Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit“, sagte der Armstrong am 21. Juli 1969 um 3.56 Uhr MESZ. Sein Kollege Edwin „Buzz“ Aldrin betrat rund 20 Minuten später die Mondoberfläche. Millionen Menschen vor den TV-Geräten sahen dabei live zu.

Im Wettlauf um die Vormachtstellung im Weltraum zwischen den Amerikanern und den Sowjets hatte US-Präsident John F. Kennedy am 25. Mai 1961 angekündigt, dass die USA bis zum Ende des Jahrzehnts als erste Nation einen Menschen auf den Mond und wieder sicher zurückbringen wollen.

Mondspaziergang dauerte zweieinhalb Stunden
Nach mehreren Vorbereitungs-Missionen startete „Apollo 11“ am 16. Juli 1969 mit einer „Saturn V“-Rakete zum Mond. An Bord waren Neil Armstrong, Edwin „Buzz“ Aldrin und Michael Collins. Mit der Mondfähre „Eagle“ landeten Armstrong und Aldrin am Abend des 20. Juli auf dem Erdtrabanten. Gut sechseinhalb Stunden später betrat „Apollo“-Kommandant Armstrong als erster Mensch den Erdtrabanten. Rund 20 Minuten später folgte ihm Aldrin, während Michael Collins als einziger in der Kommandokapsel „Columbia“ in einer Mondumlaufbahn zurückblieb.

Für Collins war die Wartezeit an Bord von „Columbia“ nervenaufreibend, wie er im Mai Reportern in New York verriet: „Sie wussten, ich wusste, dass ich nichts hätte tun können, wenn sie aus irgendeinem Grund nicht mehr weggekommen wären“. Die Kommandokapsel habe keine Landevorrichtung besessen, „ich hätte nicht hinunter und sie retten können“.

21,6 Kilogramm Mondgestein eingesammelt
Bei ihrem etwas über zweieinhalb Stunden dauernden Mondspaziergang führten die Astronauten ein paar Experimente durch, hissten eine US-Fahne, hinterließen eine Gedenkplakette und sammelten Gesteinsproben. Außerdem bauten Armstrong und Aldrin einige kleine Forschungsgeräte auf dem Mond auf, darunter einen Laserreflektor, der es ermöglichte, präzise die Entfernung zwischen Mond und Erde zu messen. Das Duo entnahm auch Bodenproben und sammelte 21,6 Kilogramm Gestein. Nach zwei Stunden und 31 Minuten endete der erste Aufenthalt von Menschen auf der Mondoberfläche.

Zwölf Menschen betraten bisher den Erdtrabanten
Am Abend des 21. Juli hob die Mondlandefähre wieder ab und dockte an das Kommandomodul „Columbia“ an. Am 24. Juli landeten die drei Astronauten wohlbehalten wieder auf der Erde. Im Zuge ihres „Apollo“-Programms brachte die NASA insgesamt zwölf Menschen auf den Mond und wieder zurück zur Erde, ehe die Weltraumbehörde das Programm Ende 1972 einstellte. Überschattet wurden die erfolgreichen Missionen allerdings vom Tod dreier Astronauten zu Beginn des „Apollo“-Programms anno 1967 und der „Apollo 13“-Havarie im Jahr 1970.

„Apollo“-Programm wurde 1972 beendet
Seit dem Ende des „Apollo“-Programms im Dezember 1972 hat nie wieder ein Mensch den Mond betreten - und von den zwölf US-Astronauten, die bis damals ihren Fuß auf den Erdtrabanten setzten, leben heute nur noch vier. Es sollte Jahrzehnte dauern, bis wieder konkrete Pläne für weitere bemannte Mondflüge geschmiedet werden: Nach dem Wunsch von US-Präsident Donald Trump sollen 2024 die ersten Astronauten auf den Mond zurückkehren.

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