17.07.2019 16:30 |

Simba kehrt zurück

„König der Löwen“: Warum sich die Neuauflage lohnt

Nach 25 Jahren feiert der US-Zeichentrickfilm-Klassiker „Der König der Löwen“ sein großes Comeback auf der Kinoleinwand (Kinostart: 18.7.). Aus knuddeligen Zeichentrickfiguren wurden hyperrealistische Tieranimationen und aus dem so geliebten Original eine würdige Neuinterpretation. Krone.at verlost zum Kinostart löwenstarke Preise.

Nach dem Remake von „Aladdin“ war es nur eine Frage der Zeit, bis Disney sich an den ganz großen Klassiker aus ihrer Zeichentrickschmiede traut. Mit „Der König der Löwen“ brachen sie im Jahre 1994 nicht nur Kinorekorde, sondern heimsten auch zahlreiche Preise ein. Der Soundtrack von Elton John und Hans Zimmer ist heute noch weltberühmt.

Um an diesen Erfolg anzuschließen, holte man mit Schauspielern wie James Earl Jones als „Mufasa“ nicht nur altbekannte Stimmen an Bord, sondern sicherte sich auch mit Jon Favreau einen Regisseur, der bereits „Das Dschungelbuch“ in die Ära der Computeranimation geholt hat. Ob das Experiment gelungen ist?

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Spätestens wenn die ersten Töne des weltberühmten Liedes „Der ewige Kreis“ ertönen, ist man wieder ein Kind und erwartet mit Spannung die Geschichte rund um die Königsfamilie der Löwen im geweihten Land. Der Löwenkönig Mufasa (James Earl Jones im Original, Matti Klemm als Synchronsprecher) ist ein gütiger Herrscher über die freie Savanne. Alles was das Licht berührt, ist unter seinem Schutz. Das erzählt er seinem jungen Löwenwelpen Simba (JD McCray als Junges, Donald Glover als Erwachsener) bei einem Streifzug. Er selbst soll eines Tages den Thron erben und auf die Tiere aufpassen können. Eine Aufgabe, die schwer wiegt. Von Anfang an schafft es der Film uns wieder zurück in altbekannte Nostalgie zu holen. Wir kennen die einzelnen Szenen und wir fürchten uns vor den bekannten Momenten, hadern mit Simba, als er fast Opfer einer Gnu-Stampede wird.

Kann es wirklich Liebe sein?
Nach dem tragischen Tod des Oberhauptes, herbeigeführt durch den hinterlistigen Bruder Mufasas Scar (Chiwetel Ejiofor im Original, Torsten Michaelis als Synchronsprecher), geht es mit dem ehemals blühenden Paradies zu Ende. Der Königssohn selbst wurde mithilfe trickreicher Manipulation bis tief in die heiße Wüste gejagt und dort zum Sterben zurückgelassen. Unter einer Herrschaft der ausbeuterischen Hyänen und Scar sieht sich das verbleibende Löwenrudel bald nur noch brachem Land gegenüber. Nala (Beyoncé im Original, Magdalena Turba als Synchronsprecherin) zieht los, um Hilfe zu suchen - und begegnet auf ihrer Suche nicht nur einem bekannten Löwen, sondern auch seinen neuen „Erziehungsberechtigten“; dem sarkastischen Erdmännchen Timon (Billy Eichner im Original, Marius Clarén als Synchronsprecher) und dem herzlichen, aber groben Pumbaa (Seth Rogen im Original, Daniel Zillmann als Synchronsprecher). Werden sie gemeinsam das geweihte Land wieder zurückerobern können?

Die Geschichte an sich ist nicht wirklich neu, ob als Manga „Kimba, der weiße Löwe“ oder als Shakespeare-Werk „Hamlet“. Auch der 1994er-Film, und viele der Nachfolgefilme, sind nur zu gut bekannt. Eben deswegen tut sich das Team dahinter auch so schwer. Die fotorealistische Darstellung überrascht positiv, bedeutet aber auch, dass die Charakter seltsam emotionslos im Vergleich zum Original abschneiden. Wer hat denn schon einen Löwen lächeln sehen? Man vergleicht wie von selbst die Sequenz, die man stellenweise wirklich parallel am Bildschirm sehen könnte, und vermisst dann doch die Neuinterpretation. Die Lieder unterhalten im selben Maß wie beim Original, auch hier wurde etwas mehr riskiert als bei der grafischen Umsetzung. Ein Risiko, das sich definitiv ausgezahlt hat.

Kinostart von „König der Löwen“: 18. Juli

Anna Krupitza
Anna Krupitza

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