01.07.2019 15:58 |

Zur Aufklärung

Ibiza-Affäre: Strache will Buch veröffentlichen

Heinz-Christian Strache (FPÖ), bis zum Auftauchen des Ibiza-Videos Vizekanzler der türkis-blauen Regierung und seither Polit-Pensionist, hat offenbar vor, ein Buch über jene verhängnisvolle Affäre zu veröffentlichen, in der er sich in einer Villa auf der spanischen Mittelmeerinsel einem „schoafen“ Lockvogel gegenüber um Kopf und Kragen redete. Wie der „Krone“ bestätigt wurde, solle das Buch der Aufklärung darüber dienen, was auf Ibiza (siehe Archiv-Video oben) wirklich geschah. Strache will aber offenbar nicht selbst zur Feder greifen, sondern „namhafte investigative Journalisten“ an seiner Stelle schreiben lassen.

Diese Journalisten hätten „die Tragweite des Ibiza-Videos verstanden“ und würden ebenso von der Frage umgetrieben, „wer hinter der Sprengung der letzten erfolgreichen Regierung stand“. Diesbezügliche Aufklärung würde der ehemalige FPÖ-Chef gerne fördern, so Strache am Wochenende in einem Interview mit der Tageszeitung „Österreich“.

Mehr privat, weniger Staat
Sein Alltag gestalte sich auch nach den Enthüllungen arbeitsintensiv. Er müsse zahlreiche Termine mit seinen Anwälten wahrnehmen und treffe sich häufig mit Mitarbeitern und Informanten „zwecks Aufklärung des kriminellen Ibiza-Videos und seiner Hintermänner“. Die Aufklärungsarbeit zu steuern, sei „durchaus intensiv“. Dazwischen nehme er sich als Privatperson Zeit für seine Familie und gute Freunde. 

Schlagzeilen wegen möglichen Terroranschlagsplans
Strache war zuletzt wegen eines angeblichen Terroranschlagsplans auf ihn und seine Familie in die Schlagzeilen geraten. Demzufolge hätte eine Bombe in seinem Privatauto detonieren sollen. Auch der mögliche Tod seiner Familie sei bewusst in Kauf genommen worden.

Auch außerhalb der FPÖ noch Nachwirkungen der Ibiza-Affäre
Die Ibiza-Affäre hat auch außerhalb der FPÖ noch immer ihre Nachwirkungen. Am Montag wurde vom Wiener Handelsgericht eine „Einstweilige Verfügung“ gegen ÖVP-Chef Sebastian Kurz erlassen. Der Ex-Kanzler darf somit die SPÖ in Bezug auf das Ibiza-Video nicht mehr beschuldigen, an der Produktion und Veröffentlichung beteiligt gewesen zu sein.

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