12.06.2019 15:00 |

Jetzt im Kino

Men & Women in Black auf internationaler Alienjagd

Die Men in Black haben die Erde immer vor dem Abschaum des Universums beschützt. Im neuesten Abenteuer müssen sich die Männer und Frauen im schwarzen Anzug auf ein internationales Abenteuer begeben, um sich ihrer bisher größten Bedrohung stellen: einem Maulwurf innerhalb der Men in Black Organisation. In die Fußstapfen von Will Smith und Tommy Lee Jones als hemdsärmelige Agenten J & K treten in „Men in Black International“ (Kinostart: 14.6.) Chris Hemsworth und Tessa Thompson als nicht minder schlagkräftige Agenten H & M.

Bei Men In Black ging es immer schon darum, außergewöhnliche, um nicht zu sagen außerirdische Situationen auf komödiantische Weise zu meistern. Die Außerirdischen sind schon lange unter uns, nur merkt es keiner, so die simple Prämisse hinter dem Franchise. Wie der im selben Jahr erschienene erste Band von J.K. Rowlings „Harry Potter“, ließen auch die Men in Black ein ganzes Universum zum Leben erblühen, parallel und im Verborgenen vor uns Normalsterblichen.

Die Erde der Men in Black ist seither bevölkert von Aliens aus allen Ecken und Enden der Galaxie in allen Größen, Farben und Formen. In die schwarzen Agentenanzüge schlüpften damals Will Smith und Tommy Lee Jones als Agenten J und K. Sie sahen aus wie eine stylishe 2.0-Version der Blues Brothers - mit Laserwaffen und Neuralisator zum Gedächtnis „blitzdingsen“. Will Smith als Rookie bei der Geheimagentur, der seine Nervosität hinter der Fassade des hyperaktiven Plappermauls verbirgt, und der wortkarge Tommy Lee Jones als hartgesottener Profi mit dem markanten Knitterfalten im Gesicht bildeten ein komödiantisches Dreamteam, das sich zum Geniestreich herausstellen sollte.

Neue Agenten übernehmen die Ermittlungen
Jetzt bekommt die Reihe über die eleganten Beamten, die die intergalaktische Migration zur und von der Erde überwachen und verwalten, 22 Jahre nach dem Original einen vierten Teil. Will Smith und Tommy Lee Jones waren einmal, als Agenten H und M übernehmen diesmal Chris Hemsworth („Avengers: Endgame“) und Tessa Thompson („Westworld“, „Creed: Rocky’s Legacy“) die Ermittlungen. Die zwei haben schon in „Thor: Ragnarok“ und „Avengers: Endgame“ ihre Qualitäten als komödiantisches Duo unter Beweis gestellt und stehen hier erneut gemeinsam vor der Kamera.

Emma Thompson („Die Schöne und das Biest“) ist indessen wie schon in Teil 3 als Agent 0, Leiterin des New Yorker Büros der Men in Black, mit von der Partie, als ihr britischer Gegenpart ist erstmals Liam Neeson als „High T“ neu dabei. Rebecca Ferguson („Mission: Impossible - Fallout“, „Greatest Showman“) als außerirdische Waffenhändlerin Riza und Kumail Nanjiani („The Lego Ninjago Movie“, „The Big Sick“) als kleiner Alien-Ritter mit großem Herzen runden den Cast ab.

Gastauftritt von Boateng als Alien
Einen Gastauftritt als Alien hat zudem Jérôme Boateng (siehe Video unten). Der deutsche Ex-Nationalspieler, eigenen Worten zufolge „seit dem ersten Film großer Fan des MIB-Universums“, feiert in der Sci-Fi-Komödie sein Hollywood-Debüt. Gastauftritte von Stars, die als Alien unerkannt auf der Erde leben, zählen zu den bekanntesten Running Gags der „Men in Black“-Filme. In den drei Filmen mit Smith und Jones waren unter anderem Michael Jackson, Justin Bieber, Lady Gaga und Tim Burton zu sehen.

Im neuen Abenteuer begeben sich nun Agenten H und M auf internationale Alien-Mission. M ist die jüngste Rekrutin der Geheimagentur, die sich nach einem Vorfall in ihrer Kindheit ganz der Suche nach Außerirdischen und den Men in Black hingegeben hat. Sie erinnert sich nämlich an jene Agenten im schwarzen Anzug und ihr seltsames Blitzdings, weil sie als junges Mädchen bei der Gedächtnislöschung ihrer Familie übersehen wurde. Gemeinsam mit dem unberechenbaren Agenten H beginnt im Londoner Hauptquartier der Men in Black die Jagd auf einen Maulwurf innerhalb der Organisation.

Die beiden neuen Agenten stehen dabei ihren Vorgängern um nichts nach, Thompson und Hemsworth stellen im Mittelpunkt der Alien-Action-Komödie erneut ihr komödiantisches Talent unter Beweis. Wie schon bei ihren Vorgängern Smith und Jones lässt das perfekt eingespielte Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller über die eher dünne Handlung um eine Verschwörung von weltenbedrohlichem Ausmaß innerhalb der Men in Black hinwegsehen.

„Men in Black“ - jetzt mit 100% mehr Frauenpower
Der Film scheut darüber hinaus nicht davor zurück, das bislang männerdominierte Franchise aufs Korn zu nehmen, wenn Agent M sich etwa gegenüber O über den diskriminierenden Namen der „Männer in Schwarz“ mokiert und eine resignierte Antwort erhält. „Die Burschen sind noch nicht ganz so weit“, weiß die Vorgesetzte über den Kampf gegen die Windmühlen zu erzählen.

Kollege H versucht es dann in einem denkbar ungünstigen Moment für das Agenten-Duo mit den „Männern und Frauen in Schwarz“ und kassiert ein verdientes Augenrollen. Und als M bei einer Verfolgungsjagd im letzten Drittel der intergalaktischen Alien-Hatz fest entschlossen ans Steuer des Dienstwagens will, landet die Agentin doch erst recht am Beifahrersitz - in völliger Ignoranz des britischen Linksverkehrs.

Am Ende bleibt „Men in Black International“ eine amüsante Buddy-Action-Komödie, kann aber weder mit dem neu entdeckten Feminismus an die aktuelle Frauenpower von „Wonder Woman“ oder „Captain Marvel“ anknüpfen, noch in der so reich bevölkerten Parallelwelt voller exotischer Aliens wirklich etwas neues sagen. Dabei wäre doch, mit F. Gary Gray („Straight outta Compton“) erstmals unter der Regie eines Afro-Amerikaners, ein untergriffiger Blick auf die Rassenproblematik und die aktuelle Migrationspolitik der USA ein reiches Feld für einen Film über ein Alien-Einwanderungsbüro …

Kinostart von „Men in Black International“: 14. Juni!

Harald Dragan
Harald Dragan
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