Schutzzonen fehlen

Vor sechs Jahren kam die Flut nach Oberösterreich

„Jahrestag der Jahrhundertflut“ – vor sechs Jahren ging halb Oberösterreich im wahrsten Sinne unter. Vor allem die Orte entlang der Donau waren betroffen, speziell das Eferdinger Becken. Hier laufen noch immer Verhandlungen über Absiedelung und Umwidmung von Schutzzonen. Wieder wurde eine Frist verschoben.

„Wir wollen das Beste für die Betroffenen und werden uns dafür einsetzen, dass auch jene, die sich noch für eine Absiedelung entscheiden, ein Angebot bekommen“, heißt es aus dem Büro von Neo-FP-Landesrat Wolfgang Klinger. Er erbte die Verantwortung für das Flutschutzprojekt, die während und nach der Katastrophe Rudi Anschober (Grüne) hatte und dann auf den kürzlich zurückgetreten Elmar Podgorschek (FPÖ) übergegangen war.

Ein Blick zurück
Rückblende: Vor sechs Jahren hatten sich enorme Wassermassen von Bayern über die Donau nach Oberösterreich gewälzt und sich unterhalb des Kraftwerks Ottensheim rückwärts ins Eferdinger Becken gestaut. Auch im Machland war’s kritisch, hier hielten die kurz vorher fertiggestellten Schutzbauten aber – wie etwa in Grein, wo die Donau genau am obersten Ende des mobile Schutzwalls floss.

Schutzprojekte erarbeitet
Ein 250-Millionen-EuroSchutzprojekt wurde auch fürs Eferdinger Becken erarbeitet, 894 Wohn- und 446 Nebengebäude sollen durch Dämme geschützt werden. 186 Wohn- und 227 Nebengebäude bleiben ohne Schutz, den Besitzern wurden fürs Absiedeln 80-prozentige Ablösen angeboten. Dafür müssen Gemeinden aber Schutzzonen erlassen. Am 15. Dezember 2017 lief die erste Frist dafür aus, doch es laufen noch Verhandlungen und die Zusage der Fördergelder aus Wien wurde inzwischen bis 2030 verlängert.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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