Di, 25. Juni 2019
22.05.2019 11:06

Wegen Ibiza-Video

Gudenus verzichtet auch auf Mandat im Nationalrat

Nur einen Tag nach der Veröffentlichung des folgenschweren Ibiza-Videos hat Johann Gudenus am Samstag alle politischen Ämter niedergelegt und ist auch aus der FPÖ ausgetreten. Am Mittwochvormittag bestätigte ein Sprecher des Parlaments, dass der ehemalige freiheitliche Klubobmann auch schon seinen Verzicht auf sein Nationalratsmandat eingereicht hat. In der Ibiza-Affäre fürchtet Gudenus unterdessen weiteres Ungemach, denn am Dienstagnachmittag wandte er sich mit folgenden Worten an die Öffentlichkeit: „Ich befürchte weiteres Material, das mich in kompromittierenden Situationen zeigt.“

Was das Hohe Haus betrifft, ist noch weitgehend unbestätigt, ob die zurückgetretenen freiheitlichen Minister im Nationalrat Platz nehmen werden. Dem Vernehmen nach soll Herbert Kickl sein Mandat annehmen, er befand sich bei der Wahl auf Platz drei der Bundesliste. Angeblich will er auch von seinem Rederecht bei der Sondersitzung am Montag Gebrauch machen. Auch der ehemalige Infrastrukturminister Norbert Hofer könnte dies tun, der auf dem zweiten Platz im Bund kandidierte. Der ehemalige FPÖ-Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs soll sein Nationalratsmandat ebenfalls annehmen.

FPÖ: Strache nicht im Nationalrat
Nicht davon auszugehen ist, dass der einstige Spitzenkandidat, Ex-Parteichef und -Vizekanzler Heinz-Christian Strache, in den Nationalrat geht. In der FPÖ schloss man das von mehreren Seiten aus.

Gudenus befürchtet weitere belastende Aufnahmen
Gudenus hat am Dienstag nicht nur befürchtet, dass weiteres belastendes Material aus dem Skandal-Video auftauchen wird, sondern zog wie zuvor schon Heinz-Christian Strache auch die Opfer-Karte. Er brachte K.-o.-Tropfen ins Spiel und sei „benebelt, naiv und vertrauensselig“ gewesen - „in dieser Kombination ein echtes Desaster“, so Gudenus. Er sieht sich als „willkommenes und willfähriges Opfer“, das man „womöglich zusätzlich mit K.-o.-Tropfen oder ähnlichen Substanzen und Drogen“ gefügig gemacht habe. „Mir fehlen streckenweise Erinnerungen über Stunden hinweg und ich weiß auch nicht mehr, was ich in diesen Zuständen von mir gegeben habe bzw. welche Handlungen daraus resultierten.“

Kampfansage von Strache
Am Dienstag meldete sich auch Strache mit einer Kampfansage zu Wort. Er sei Opfer krimineller Machenschaften „aus dem Ausland“. Er werde aber die Hintermänner ausfindig machen und beweisen, dass er unschuldig ist.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Haben anderes Denken“
Tochter in Syrien: Eltern setzen auf Regierung
Salzburg
Kein Vierer und Fünfer
U21-Bilanz: Die Shootingstars und die Pechvögel
Fußball International
Völlig verzweifelt
Betrug? Sitzstreik beendet Spiel in Argentinien
Fußball International
Hat Vertrag bei Admira
Wechselt EM-Entdeckung Kalajdzic zu Stuttgart?
Fußball International
Streit endet blutig
Täter (79) erschießt Ehefrau und dann sich selbst
Niederösterreich
Suchhunde im Einsatz
28 Züge stoppten wegen Flüchtlingen auf Gleisen
Oberösterreich

Newsletter