Di, 25. Juni 2019
21.05.2019 08:12

Crash am Nürburgring

Laudas Feuerunfall: Als Rennsportwelt Atem anhielt

Ausgerechnet ein schrecklicher Unfall sollte ihn zur lebenden Legende machen - als Niki Lauda, im Alter von damals 27 Jahren, am 1. August 1976 in das Cockpit seines Formel-1-Boliden stieg und auf der Nürburgring-Nordschleife verunglückte. Der Ferrari verwandelte sich nach dem Aufschlag in einen Feuerball, wurde dann auch noch von einem weiteren Wagen erfasst - doch Niki Lauda sollte den horrenden Crash, schwerst verletzt, überleben, davon jedoch für immer gezeichnet bleiben …

Ein Defekt an seinem Boliden sollte im Jahr 1976 zu dem folgenschweren Unfall führen. Mit hoher Geschwindigkeit prallte Lauda in eine Streckenbegrenzung - gebannt wurde der Crash von einem zufällig anwesenden Jugendlichen auf Super 8. Unmittelbar danach ging der Rennwagen in Flammen auf, wurde nur Augenblicke danach von einem weiteren erfasst, der das Wrack zur Seite schob.

Merzario als Lebensretter
Beim Aufprall verlor Lauda seinen Helm, wurde bewusstlos und sollte danach über 30 Sekunden lang in dem lichterloh brennenden Ferrari sitzen. Zu seinem Lebensretter sollte Arturo Merzario werden, der Lauda aus dem Boliden zog.

Die Verletzungen, die sich Lauda zuzog, waren massiv, besonders seine Lunge wurde durch Verätzung schwer in Mitleidenschaft gezogen. Auch schwere Brandverletzungen, Kiefer- sowie Rückenbrüche hatte Lauda davongetragen - er selbst spricht bis heute von einem „Barbecue“ - , und erhielt im Krankenhaus sogar bereits die letzte Salbung.

Nach sechs Wochen fuhr Lauda wieder Rennen
Das weckte offensichtlich den enormen Kampfgeist und Überlebenswillen des Vollblutrennfahrers, der in der Folge eine nahezu unglaubliche und vor allem - angesichts der Schwere seiner Verletzungen - rasche Genesung an den Tag legte. Unfassbare sechs Wochen nach dem Unfall sollte Lauda wieder im Cockpit sitzen, und wurde in Monza Vierter. Ein Jahr später gewann er seinen zweiten WM-Titel. 

„Ich will nicht mehr blöd im Kreis herumfahren“ - mit diesen Worten sollte Lauda 1979 zurücktreten, doch lange fernbleiben konnte er dem Rennfahren nicht. Drei Jahre später sollte Lauda sein Comeback geben, um sich im Jahr 1984 mit dem dritten WM-Titel zu krönen.

Die Karriere nach dem Rennsport - „Das dritte Leben“ - gehört(e) hauptsächlich der Fliegerei inklusive Absturz einer seiner Lauda-Air-Passagiermaschinen (1991), für Lauda die bis heute dunkelste Stunde. Der Formel 1 blieb er aber entweder als Ferrari-Berater oder als Jaguar-Teamchef stets treu. Ende 2012 wurde er zum Aufsichtsratsvorsitzenden bei Mercedes. Zu zwei Weltmeistertiteln in Folge sollte Lauda das Team danach gemeinsam mit Toto Wolff im Jahr 2014 und 2015 führen.

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