So, 16. Juni 2019
20.05.2019 22:45

Eishockey-WM

Penalty-Drama! Österreich steigt ab!

Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der WM in der Slowakei das Ziel Klassenerhalt verfehlt und muss nach zwei Jahren in der A-Gruppe in die Division 1A absteigen. Die ÖEHV-Auswahl verlor am Montag in Bratislava das direkte Duell um den Klassenerhalt gegen Aufsteiger Italien mit 3:4 (2:1,0:2,1:0;0:0,0:1) nach Penaltyschießen.

Die sechs Gruppenspiele zuvor hatte die Truppe von Teamchef Roger Bader jeweils in der regulären Spielzeit verloren. Im Penaltyschießen am Montagabend zogen die Österreicher mit 2:3 den Kürzeren, Treffer von Konstantin Komarek, der seinen zweiten Versuch vergab, und Alexander Rauchenwald waren zu wenig. Der im ersten Penalty noch glücklose Sean McMonagle traf im siebten Versuch für seine Mannschaft und sicherte den Italienern den Klassenerhalt.

David Kickert wurde fürs Entscheidungsspiel rechtzeitig fit, hütete im „Alles oder Nichts“-Match Österreichs Tor. Die über 3000 rot-weiß-roten Fans in der Halle machten von Anfang an Stimmung, machten die Partie zu einem Heimspiel, unterstützten ihr Team mit „Immer wieder Österreich“-Sprechchören. Michael Raffl und Co. machten zu Beginn auch mächtig Druck, zogen bei 5-gegen-5 phasenweise ein Powerplay auf, gaben durch Heinrich und Komarek erste Schüsse auf Italiens Keeper Bernard ab.

Als dieser Anfangselan verpufft war, kam Italien auf und erteilte dem Gegner nach 9:59 Minuten einen wahren Schock: Weil das Bader-Team einmal mehr zu wenig entschlossen verteidigte, konnte Bardaro zum 1:0 einschießen (12.). Gottlob erfing sich Österreich und antwortete 86 Sekunden später mit dem 1:1: Ganahl hob den Puck backhand über Bernard in die Maschen. Heinrich hatte das 2:1 am Schläger, verfehlte das Tor (16.), im Gegenstoß verhinderte Kickert mit einer Parade gegen Ramoser den neuerlichen Rückstand.

Ein Super-Tor von Michi Raffl führte Österreich auf die Siegerstraße. Nach Hofer-Pass setzte sich der NHL-Legionär im Zweikampf vorm Tor energisch gegen Tauferer durch, bezwang mit einem Haken nach rechts Bernard im Fallen zum 2:1 (18.) - sein drittes Turnier-Tor! Nun machte Rot-Weiß-Rot mächtig Druck, verpasste Rauchenwald nur knapp das 3:1.

Der zweite Abschnitt verlief ausgeglichen und chancenarm, Österreich konnte zunächst zwei Powerplays nicht nutzen, überstand aber auch sein Unterzahl-Spiel (Schneider auf der Strafbank) unbeschadet. Das Bader-Team bekam keine Kontrolle über das Spiel, der Ausgleich lag in der Luft. Und er fiel auch: Miceli setzte sich im Zweikampf an der Bande durch, spielte Kostner frei, der unbedrängt den Puck alleine vor Kickert ins Kreuzeck hämmerte (35.).

Doch es kam noch bitterer: Weil Österreich defensiv einmal mehr fahrlässig agierte, Unterweger Rosa assistierte statt attackierte, konnte dieser unter Mithilfe von Kickert 63 Sekunden vor der Drittelpause zum 3:2 einschießen. Gottlob hatte aber Österreich Michi Raffl bei der WM: Der Stürmer war nach 1:45 Minuten im Schlussdrittel zur Stelle, traf erneut im Fallen zum so wichtigen 3:3.

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ein Krimi mit Chancen auf beiden Seiten. Michi Raffl fand im Powerplay zwei Chancen vor, ein abgefälschter Hofer-Schuss klatschte gegen die Stange. In der fünfminütigen Verlängerung bei drei gegen drei fielen keine Tore - im Penaltyschießen mussten sich unsere Eishockey-Cracks schließlich geschlagen geben.

Christian Reichel, Kronen Zeitung/red

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