08.05.2019 14:13 |

Lenker sprang aus Lkw

Zug kracht auf Bahnübergang in Schwerlaster

Auf einem Bahnübergang im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein ist Mittwochfrüh ein Regionalexpress mit einem Schwerlaster zusammengestoßen. Bei dem Unglück in der Nähe von Rendsburg wurden laut Polizei zwölf Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer.

Ein Unfallopfer wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Kiel gebracht. Die Polizei war zuerst sogar von rund 20 Verletzten ausgegangen. Einige Reisende wurden nur am Unfallort von Sanitätern untersucht und behandelt. Mehr als 100 Einsatzkräfte waren am frühen Morgen an den Unfallort geeilt.

Lkw-Lenker rettete sich mit Sprung
Der Regionalzug war laut Polizei gegen 4.30 Uhr mit dem Schwerlaster zusammengestoßen. Warum die fünfachsige Sattelzugmaschine mit Tieflader auf dem Übergang mit Schranken stehen geblieben war, blieb zunächst unklar. Auf dem Tieflader stand eine 70 Tonnen schwere Arbeitsmaschine mit Kettenantrieb. Der Lastwagenfahrer habe sich kurz vor dem Unfall mit einem Sprung aus seinem Fahrerhaus gerettet, sagte ein Sprecher der Polizei. Der Zug entgleiste zum Teil.

Selbst Schnellbremsung erfolgte zu spät
Der Lokführer schaffte es trotz Schnellbremsung nicht, die Kollision zu verhindern. Das erste Drehgelenk der Lok sprang aus den Gleisen. Der übrige Zug blieb auf den Schienen und kam nach etwa 200 Metern zum Stehen. Im Zug waren 22 Fahrgäste, der Lokführer und ein Zugbegleiter. Durch den Unfall wurde der Verkehr auf der wichtigen Strecke von Hamburg über Flensburg nach Dänemark erheblich beeinträchtigt. Die Deutsche Bahn ging davon aus, dass die Einschränkungen bis Sonntagabend andauern werden. Zwischen Flensburg und Rendsburg fahren statt RE-Zügen nun Busse. Der Fernverkehr wird ebenfalls teils durch Busse ersetzt oder über Kiel umgeleitet.

Nach der Kollision in dem Ort Alt Duvenstedt müssen rund 300 Meter Gleis erneuert, die Oberleitung instandgesetzt und die Technik des Bahnübergangs ausgetauscht werden. Diese Arbeiten können laut der Deutschen Bahn erst beginnen, wenn Zug und Sattelschlepper von der Strecke geräumt wurden. 

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