29.04.2019 18:09 |

Norman Schenz im Talk

Entthronte Miss „muss einfach ganz tapfer sein“

Am vergangenen Donnerstagabend ist im Club Schwarzenberg im dritten Wiener Gemeindebezirk die 23-jährige Beatrice Körmer zur „Miss Vienna“ gekürt worden. Am Sonntag dann der Paukenschlag: Die Miss Austria Corporation kündigte ihre Verträge mit der „Miss Vienna“-Veranstalterin Agnes Goebel und gab bekannt, dass die Wahl wiederholt werden muss. Sasa Schwarzjirg lud zur Causa Adabei-Ressortchef Norman Schenz ins Studio.

Angefangen hatte es mit bösen Gerüchten um eine bevorzugte Berichterstattung für die Siegerin Beatrice Körmer, geendet hat es am Wochenende mit deren Entthronung. Auch ihm sei aufgefallen, dass im Vorfeld der Miss-Wahl in Wien vermehrt Berichte über die spätere Siegerin aufgetaucht sind: „Jetzt kann man sich fragen: warum? Wir haben uns das auch gefragt“, so der Society-Experte der „Krone“.

Bereits Tage vor dem „Miss Vienna“-Finale waren Gerüchte laut geworden, in denen der Veranstalterin Agnes Goebel ein Naheverhältnis zur Finalistin Körmer vorgeworfen wurde. Man ortete Schiebung, und genau dieser Umstand war laut Schenz auch „der Grund, dass Jörg und Kerstin Rieger - die ,Miss Austria‘-Chefs - dann eingeschritten sind, weil diese Gerüchte mehr und mehr hochgekocht sind“. Es habe sogar geheißen, dass es tatsächliche Beweise gebe. So sollen Gelder an die Jury geflossen sein, doch das sei bisher durch nichts belegt.

Mehrfach Vorwürfe von Schiebung und Farce
„Es hat ein fahlen Beigeschmack, wenn die Veranstalterin (der ,Miss Vienna‘-Wahl), mit derjenigen, die dann schlussendlich auch ,Miss Vienna‘ geworden ist, öfters gesehen wird“, gibt Schenz zu bedenken. Hinzugekommen sei, dass auch Fotos von Festen aufgetaucht sind, die die spätere Siegerin Körmer mit Goebel und Jury-Mitglied Christina Lugner zeigen. Mehrere Eltern von Kandidatinnen hatten daher von Schiebung und Farce gesprochen.

„Neuwahl muss innerhalb der nächsten 14 Tage stattfinden“
Die entthronte Körmer müsse nun als Charakter ganz stark sein, sagt Schenz. „Im Endeffekt war ihre Schilderung der Situation doch sehr glaubhaft. Sie sagt, sie weiß von nichts und kann nichts zur Aufklärung der Causa beitragen, weil da eben nichts gewesen sei.“ Aber die 23-Jährige müsse jetzt „einfach ganz tapfer sein und ihren Mann stehen“. Eine Neuwahl müsse jedenfalls innerhalb der nächsten zehn, 14 Tage stattfinden, so Schenz.

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