18.04.2019 10:26 |

29 Tote nach Absturz

Video zeigt Sekunden des Busunglücks auf Madeira

Es hätte ein schöner Abend im Osterurlaub werden sollen. Doch er endete in einer Katastrophe: Insgesamt 29 deutsche Touristen sind am Mittwochabend bei einem schrecklichen Busunfall auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira ums Leben gekommen. Ein Video einer Überwachungskamera zeigt die Sekunden des verheerenden Absturzes.

Die Gruppe deutscher Touristen fuhr mit einem Reisebus durch die kurvigen Straßen von Santa Cruz. Ausflugsziel war die Hauptstadt Funchal, in der ein typisch madeirisches Abendessen geplant war. Doch dazu kam es nicht. Denn plötzlich verlor der Fahrer die Kontrolle über den Reisebus. Dieser stürzte daraufhin einen steilen Hang hinunter und überschlug sich mehrmals, bis er endlich zum Liegen kam.

Dutzende Rettungswagen im Einsatz
Das Bus-Dach wurde aufgerissen, die Passagiere wurden wie Puppen aus dem Fahrzeug geschleudert. Die Überlebenden landeten auf dem grünen Hang - und wurden dort von Ersthelfern versorgt. Zwei Dutzend Rettungswagen waren im Einsatz, die Polizei riegelte die Unglücksstelle weiträumig ab.

Hälfte der Insassen tot, Überlebende schwer verletzt
Die Zeitung „Observador“ berichtete von insgesamt 57 Menschen an Bord. Verletzt wurden dabei nach Informationen der Blattes 27 Menschen. Zwei konnten das Krankenhaus demnach bereits wieder verlassen, mehrere andere mussten operiert werden. Unter den Verletzten seien zwei Portugiesen: der Fahrer und ein Fremdenführer. Bei den Toten soll es sich dem Blatt zufolge um elf Männer und 18 Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren handeln. Sie wurden in eine eigens eingerichtete Leichenhalle am Flughafen von Funchal gebracht.

Kontrolle über Bus verloren
Der Fahrer hatte offenbar in einer Kurve die Kontrolle über den Bus verloren, der daraufhin eine Böschung hinunter auf ein Haus stürzte. Auf Bildern ist zu sehen, wie der weiße Reisebus völlig zerstört auf der Seite und teilweise auf einem roten Ziegeldach liegt.

Die Unfallursache ist weiter unklar, die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein.

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