Fr, 19. April 2019
16.04.2019 16:30

Thema Erziehung

Wie Sie ganz entspannt die Trotzphase meistern

Wenn Kleinkinder die Wut packt, sind sie mitten in der Trotzphase. Viele Eltern fragen sich, wie sie diese Zeit entspannt meistern.

Gefühle wie Angst, Trauer und Wut begleiten uns von Kindesbeinen an. Wir lernen erst mit der Zeit, mit Emotionen angemessen umzugehen. Wenn sich Kleinkinder im Supermarkt auf den Boden werfen, dann sind sie in einer völlig normalen Entwicklungsphase angelangt. Keine einfache Zeit für Eltern - vielen hilft, bis 20 zu zählen oder kurz einmal das Zimmer zu verlassen. Manche Sprösslinge beenden ihren Wutanfall eher, wenn sie in den Arm genommen werden. Andere lässt man am besten in Ruhe, Berührungen machen sie nur noch wütender. Kinder rebellieren nur gegen jene, bei denen sie sich sicher fühlen.

Kinder wollen ihre Eltern nicht ärgern
Wenn Sie oft solche Momente mit ihrem zwei- oder dreijährigen Spross haben, dann können Sie sicher sein: Bei Ihnen stimmt die Eltern-Kind-Beziehung. Ihr Nachwuchs entwickelt Selbstbewusstsein. Es ist von seinen Ideen (die Schnürschuhe selbst anzuziehen etc.) überzeugt. Initiative, Ich-Stärke - wer wünscht sich das nicht für sein Kind? Alles, was nicht nach dem Kopf des Dreikäsehochs geht, bringt ihn rasch zur Weißglut.

Sicher, Ihr Kind gibt Gas, bremsen Sie es aber nicht ständig aus. Wer auf all sein „Ich will, ich kann!“ immer ein „Nein“ hört, dessen Selbstbewusstsein bleibt klein.

Eltern-Kids-Coach Nina Petz beantwortet Ihre Fragen
Meine Tochter (7) wird wahrscheinlich die 2. Klasse wiederholen. Sie tut sich sehr schwer und fühlt sich „dumm“. Mir bricht es das Herz, wenn sie so von sich spricht. Wie kann ich sie stärken?

Ich kann gut verstehen, dass es schwer auszuhalten ist, wenn es der eigenen Tochter offensichtlich schlecht geht und sie leidet. Dennoch: Sie braucht jetzt eine starke Mama an ihrer Seite! Ihr junges, angekratztes Selbstbewusstsein stärken Sie ganz einfach, indem Sie sie z. B. häufig loben und dabei detailreich beschreiben, was genau sie gut gemacht hat. Unterstützen Sie Hobbys und Talente auch in der Freizeit. Nicht nur die Schule und die dortigen Leistungen machen einen Menschen aus! Mitgefühl ist gut und wichtig, wogegen Mitleid Ihre Tochter nur zunehmend hinunterzieht.

Helfen Sie ihr, indem Sie die Situation positiv sehen. Eine neue Klasse bietet auch viele neue Möglichkeiten und vor allem einen Neustart. Nehmen Sie es leicht - eine Klasse zu wiederholen ist kein Drama. So hat Ihr Nachwuchs nichts verloren, sondern im Gegenteil ein Jahr zur Weiterentwicklung gewonnen. Die Dinge sind das, was wir aus ihnen machen. Katastrophe oder Chance? Lassen Sie nicht zu, dass Ihre Tochter es als Niederlage sieht.

Susanne Zita, Kronen Zeitung

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