68 Tatvorwürfe

Prozess um „gekaufte Deutsch-Tests“ geht weiter

Ein gutes Geschäft mit „gekauften Deutschprüfungen“ soll eine 43-Jährige aus Marchtrenk gemacht haben. Sie muss sich an Montag, wegen Bestechlichkeit in 68 Fällen in Linz vor Gericht verantworten. Mit ihr sind auch ihre Schwester, zwei Vermittler von Prüfungskandidaten und ein Prüfling angeklagt.

Brisant an dem Fall um die „gekauften Deutschprüfungen“: Mit den positiven Deutsch-Tests könnten sich Zuwanderer einen dauerhaften Aufenthalt in Österreich oder sogar die Staatsbürgerschaft erschwindelt haben. Es ist bereits die zweite Verhandlung in Linz zu der Causa manipulierte Deutsch-Tests. Mitte März stand eine Türkin vor der Richterin. Die Zuhörer im Gerichtssaal konnten sich von ihren Deutschkenntnissen überzeugen. Ohne Dolmetscher wäre die Verhandlung nicht möglich gewesen. Die Frau soll 400 Euro für die Hilfe beim Deutsch-Test bezahlt haben. Was sie bestreitet. Ein Urteil steht aus.

Drahtzieherin steht am Montag vor Gericht
Am Montag ist nun die mutmaßliche Drahtzieherin des Netzwerkes angeklagt. Die Beschuldigte soll Geld von den Kandidaten genommen haben, so die Staatsanwaltschaft. Dafür soll sie nachträglich falsche Antworten korrigiert haben. Die Anklage wirft ihr Bestechlichkeit, Urkundenunterdrückung, Urkundenfälschung und Geschenkannahme vor. Sie muss sich morgen für 68 Fälle in Linz vor Gericht verantworten.

Prüferin drohen bis zu drei Jahre Haft
Die Schwester (39) der angeklagten 43-Jährigen soll ebenso Prüflinge an sie vermittelt haben wie zwei männliche Mitangeklagte (jeweils 43 Jahre). Der erste Verhandlungstag ist für die Einvernahme der Hauptangeklagten reserviert. Der Prüferin drohen im Falle eines Schuldspruchs bis zu drei Jahre Haft.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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