30.03.2019 07:00 |

Zum drittletzten Mal?

Sommerzeit: Und wieder wird an den Uhren gedreht

Oft werden wir - nach der Entscheidung des EU-Parlaments vom 26. März - ja nicht mehr daran erinnern müssen: Doch in der Nacht auf Sonntag heißt es einmal mehr: Bitte an der Uhr drehen! Zum wohl drittletzten Mal werden die Zeitmesser um 2 Uhr früh um eine Stunde nach vor auf 3 Uhr früh, und damit auf die Sommerzeit gestellt. Ab dem Jahr 2021 soll damit ja - wie berichtet - endgültig Schluss sein.

Denn künftig sollen die EU-Mitgliedsstaaten selbst entscheiden: dauerhaft Sommer- oder Normalzeit - und damit die Zeitumstellung gänzlich entfallen. Doch so manche Frage ist noch unbeantwortet: Trägt überhaupt jeder EU-Staat die Entscheidung mit? Welche Auswirkungen könnte das Aus der Zeitumstellung haben? Ebenso ist auch in Österreich noch unklar, welche Zeit künftig gelten soll.

Strache: „Man kann diskutieren“
Zwar hatte sich die Regierung tendenziell für die Beibehaltung der Sommerzeit ausgesprochen, doch wie Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) am Donnerstag erklärte, „kann man diskutieren, was sich Österreich herbeiwünscht“. Nachsatz: „Aber es wäre absurd, eine andere Zeit zu verwenden als Deutschland oder Italien.“ 
Denn in der Vergangenheit war stets auf die Notwendigkeit von Gesprächen der Mitgliedsstaaten verwiesen worden - man wolle künftig einen „Fleckerlteppich an Zeitzonen“ vermeiden, wurde mehrfach betont.

Sommerzeit in Europa 1973 eingeführt
Seit mittlerweile 23 Jahren wird in der gesamten EU am letzten März-Sonntag an der Uhr gedreht - und am letzten Sonntag im Oktober wieder zurück. Eingeführt wurde die Sommerzeit 1973 in Europa anlässlich der Ölkrise und mit dem Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang.

Erster Versuch in Österreich bereits 1916
Österreich beschloss die Einführung erst 1979 wegen verwaltungstechnischer Probleme und weil man eine verkehrstechnische Harmonisierung mit der Schweiz und Deutschland wünschte. Diese beiden Länder führten die Sommerzeit 1980 ein. Allerdings gab es in der Alpenrepublik bereits im Ersten Weltkrieg schon einmal die Sommerzeit. Im Jahr 1916 galt sie für die Monarchie vom 1. Mai bis 30. September, wurde dann aber wieder eingestellt. Ein zweiter Versuch wurde in den Jahren 1940 bis 1948 unternommen.

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