27.03.2019 14:04 |

Berührender Realfilm

„Dumbo“: Burtons Liebeslied an eine vergangene Ära

Das Original endete mit dem fliegenden Elefanten, die Neuauflage beginnt damit: Die Geschichte von Dumbo, dem kleinen Elefanten mit den großen Ohren, hat seit jeher die Herzen von kleinen und großen Zuschauern berührt. Walt Disney Studios und Ausnahmeregisseur Tim Burton zaubern nun eine fantastische Realfilm-Version der Geschichte auf die große Leinwand. Inspiriert von Film Noir würdigt die Neuauflage den minimalistischen Look des Originals - und ist zugleich viel mehr als eine bloße moderne Nacherzählung.

Dumbo muss nicht erst vorgestellt werden: Der kleine Elefant mit dem liebenswerten Wesen und übergroßen Ohren begeistert seit Generationen große und kleine Zuschauer. Der gleichnamige Film von Walt Disney zählt zu den Klassikern des Animationsfilms.

Das Original aus dem Jahr 1941 zählt auch zu den ersten Filmen, die auf dem neuen Studiogelände von Disney in Burbank in Kalifornien fertiggestellt wurden. Das Studio wurde dort 1940 eröffnet. Es wurde mithilfe der Einnahmen von „Schneewitchen und die sieben Zwerge“ errichtet.

Neuester Zuwachs sorgt für Aufregung im Zirkus
In der Realverfilmung von „Dumbo“ ist der kleine Elefant der neueste Zuwachs in Max Medicis etwas heruntergekommenem Zirkus. Die Andersartigkeit des Kleinen versetzt Medici zunächst in Alarmbereitschaft, hatte er doch auf ein süßes Tierbaby gesetzt, das die Zuschauer in Scharen anlockt.

Doch die erste Show, in der Dumbo als Clown auftreten muss, endet mit einem Desaster: Mama Elefant will ihren Sprössling verteidigen und löst dabei eine Kettenreaktion aus, an deren Ende das Zirkuszelt zerstört ist und ein Mitarbeiter seinen Tod gefunden hat.

Die Elefantenkuh, so der Beschluss von Medici, muss weg. Dumbo darf zwar bleiben, ist aber angesichts des Verlusts seiner geliebten Mutter alles andere als zu lustigen Auftritten in der Manege zumute. Bis der Elefant durch Zufall - und mit Hilfe einer Feder - entdeckt, dass er dank seiner Ohren fliegen kann.

Geschäftsmann wittert das große Geld
Ein Glücksgriff für den Zirkus, denn als Hauptattraktion in einem topmodernen Vergnügungspark namens Dreamland hoffen Medici auf das große Geld, und Dumbo und seine menschlichen Freunde, Milly und Joe Farrier, die Elefantenmutter wieder zurückbringen zu können.

Doch der Besitzer von Dreamland, der windige und äußerst eloquente Geschäftsmann V.A. Vandevere (Michael Keaton, „Batman“, „Spider-Man: Homecoming“), macht Dumbo und den Kindern einen Strich durch die Rechnung. Am Ende braucht es die Hilfe der atemberaubenden Luftakrobatin Colette Marchant (Eva Green, „Casino Royale“, „Die Insel der besonderen Kinder“), dem alleinerziehenden Vater und früheren Zirkusstar Holt Farrier (Colin Farrell, „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“), allen Zirkus-Medici-Artisten - und Dumbos ganzen Mut, um gegen Vandevere bestehen zu können.

Nach „Alice im Wunderland“ inszeniert Regisseur Tim Burton mit „Dumbo“ bereits zum zweiten Mal einen Disney-Klassiker als Realfilm mit Star-Besetzung. Neben der geballten Ladung an Star-Power, allen voran Eva Green und Michael Keaton, hauchen vor allem die beiden Kinderdarsteller Nico Parker und Finley Hobbins in den menschlichen Hauptrollen dem Film Seele in, während Dumbo und zahlreiche andere Vierbeiner durch modernste visuelle Effekte zum Leben erweckt werden. In Burtons Neufassung der Geschichte spricht im Gegensatz zum Original keines der Tiere.

Zirkusspektakel mit Retro-Charme
Wie vom Meisterregisseur nicht anders zu erwarten, können sich Fans des fliegenden kleinen Elefanten auf ein visuell außergewöhnliches Spektakel freuen - inklusive einem Wiedersehen mit den singenden und tanzenden rosa Elefanten. Die bildgewaltige Halluzination samt psychedelischer Musik im Original zählt bis heute zu einer der bekanntesten Szenen der Filmgeschichte. Vielleicht auch wegen der Huldigung des minimalistischen und expressionistischen Looks des Originals aus dem Jahr 1941 wirkt die Realverfilmung von „Dumbo“ streckenweise etwas unterkühlt, hat aber durchaus auch seinen ganz eigenen Retro-Charme.

„Dumbo“ ist ein nicht ganz überzeugendes, aber auf jeden Fall berührendes Liebeslied an eine vergangene Ära der Unterhaltungskunst - und der Frühzeit des Animationsfilms. Eines ist sicher: Wenn das ebenso großherzige wie großohrige Elefantenbaby all seinen Mut zusammennimmt, um durch die Zirkuskuppel zu fliegen, wird ein Raunen durch die Zuschauerränge der Manege - und der Kinosäle gehen ...

Kinostart von „Dumbo“: 28. März!

Harald Dragan
Harald Dragan
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