Di, 23. April 2019
22.03.2019 08:41

Restrukturierungskurs

Semperit: Nettoverlust auf 80 Mio. € verdreifacht

Der börsennotierte Gummi- und Kautschukkonzern Semperit hat im Jahr 2018 seinen Nettoverlust verdreifacht. Das Ergebnis nach Steuern lag bei minus 80,4 Millionen Euro, nach minus 26,3 Millionen Euro im Jahr davor. Wertminderungen bei Sempermed (55,2 Millionen Euro) und Kosten für die Schließung des Sempertrans-Standorts in China (7,8 Millionen Euro) belasteten das Ergebnis. Der Umsatz lag stabil bei 878,5 Millionen Euro.

Das um negative Sondereffekte bereinigte EBITDA stieg hingegen um 40,6 Prozent auf 50,3 Millionen Euro. Semperit-Chef Martin Füllenbach zeigt sich zuversichtlich. „Wir haben die Talsohle durchschritten. Unser verschärfter Restrukturierungs- und Transformationskurs hat zu einer erheblichen operativen Ergebnisverbesserung im Sektor Industrie geführt“, so Füllenbach am Freitag in einer Aussendung. „Wermutstropfen“ bleibe die negative Entwicklung in der Medizinsparte. Für die Restrukturierung der Sempermed hat sich Semperit 36 Monate gegeben.

Semperit hatte zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 42,9 Prozent (Jahresende 2017: 32,6 Prozent). Ende 2017 wurde eine Vereinbarung für eine Hybridkapital-Line mit dem Kernaktionär geschlossen. Das Hybridkapital wird bilanzrechtlich nach den Vorschriften der IFRS als Eigenkapital gewertet. Im März 2018 erhielt Semperit 130 Millionen Euro aus einer Hybridkapital-Linie.

Abschluss der Restrukturierung für Ende 2020 geplant
Im laufenden Geschäftsjahr will der Semperit-Vorstand den Restrukturierungs- und Transformationsprozess „mit aller Konsequenz“ weiterführen. „Fortlaufende und potenziell neue Maßnahmen zur Erhöhung der Rentabilität und Verringerung der Komplexität stehen unverändert ganz oben auf der Agenda“, schreibt der Vorstand im Ausblick für 2019. Der Abschluss der Restrukturierung der Semperit-Gruppe ist für Ende 2020 geplant.

Semperit-Gruppe beschäftigt weltweit 6800 Mitarbeiter
Die Semperit-Gruppe beschäftigt weltweit rund 6800 Mitarbeiter, davon rund 3500 in Asien und rund 900 in Österreich. Semperit hat weltweit 14 Produktionsstandorte sowie zahlreiche Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien, Australien und Amerika. Der Konzern produziert unter anderem Untersuchungs- und Operationshandschuhe, Hydraulik- und Industrieschläuche, Fördergurte, Rolltreppen-Handläufe, Bauprofile, Seilbahnringe und Produkte für den Eisenbahnoberbau.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Die Kommissarin“
Fernsehstar Hannelore Elsner ist tot
Adabei
Dürre und Wurmbefall
Landwirte rufen den Notstand bei Erdäpfeln aus
Österreich
„Trete wieder an“
Norbert Hofer will 2022 in die Hofburg einziehen
Österreich
England-Drama
Polizeipferd stirbt bei Fußballmatch-Einsatz!
Fußball International

Newsletter