Mo, 18. März 2019
11.03.2019 09:47

Bäume entwurzelt

Föhnsturm mit Tempo 100 sorgt für schwere Schäden

Eine Sturmfront hat von Sonntag auf Montag fast im ganzen Land schwere Schäden angerichtet. Es kam zu Unfällen auf den Straßen, ausgelöst durch heftige Windböen. Dächer wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt. Der Wind fegte stellenweise mit bis zu 100 km/h über das Land.

In Salzburg etwa waren die Feuerwehren des Flachgaus und der Landeshauptstadt im Dauereinsatz. Die erste Alarmierung ging bereits am Sonntag um etwa 16 Uhr ein. Bäume stürzten auf Straßen, Häuser oder Autos und mussten entfernt werden. Im Flachgau rückten die Helfer von 21 Feuerwehren zu rund 40 Einsätzen aus. „Hauptproblem waren sehr starke Windböen mit weit über 80 Stundenkilometern, die zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen führten“, berichtete Landesfeuerwehrkommandant Leo Winter.

Die Einsatzkräfte entfernten hauptsächlich umgestürzte Bäume, die auf Straßen, Häuser und Autos gestürzt waren. Außerdem machten sie Straßen frei, beseitigten brennende Bäume, die in Stromleitungen gestürzt waren oder sicherten umgestürzte Baugerüste und Bauzäune. Zu Schäden kam es in 21 Gemeinden des Flachgaus, das sind fast zwei Drittel aller Kommunen im Bezirk. Auch in der Stadt Salzburg wurde die Berufsfeuerwehr zu rund 20 Einsätzen gerufen, unter anderem fiel ein Baum auf eine Obus-Oberleitung.

145 Einsätze in Niederösterreich
Auch in fast jedem Bezirk Niederösterreichs wurden Sturm-Einsätze verzeichnet. „Letztlich waren es 145“, berichtet Franz Resperger vom Landeskommando in der Früh. Insbesondere betroffen waren die Bezirke Amstetten und Melk, aber auch das Waldviertel mit den Bezirken Zwettl, Gmünd, Waidhofen a.d. Thaya und Horn. Laut Resperger waren 138 Feuerwehren mit 1500 Mitgliedern aufgeboten. Die Helfer mussten uunter anderem mehr als 100 Bäume beseitigen, die in Strom- oder Telefonleitungen gestürzt waren oder Straßen blockierten. Zudem wurden Gerüstteile und Plakatwände aus ihren Verankerungen gerissen.

Drei Leichtverletzte wurden dem Feuerwehrsprecher zufolge bei einem Unfall in Windigsteig (Bezirk Waidhofen a.d. Thaya) gemeldet. Die Personen waren demnach in einem Auto unterwegs, das gegen einen auf die Landesstraße gestürzten Baum krachte.

Pool in Oberösterreich von Straße gefegt
Das Sturmtief löste auch in Oberösterreich rund 250 Feuerwehreinsätze aus. Gegen 16 Uhr erreichten am Sonntag die ersten starken Windböen das Innviertel, danach zog das Zentrum des Sturms weiter über den Donauraum ins Mühlviertel. Windspitzen von bis zu 100 km/h entwurzelten zahlreiche Bäume, die Verkehrswege blockierten. Insgesamt standen seit Sonntagabend 2500 Feuerwehrleute im Bundesland im Einsatz. Ihr Hauptaugenmerk lag darauf, die Straßen wieder für den Verkehr freizumachen.

In Münzkirchen erfasste Sonntagabend eine Windböe einen Anhänger, der einen Swimmingpool geladen hatte. Das Schwimmbecken war zuvor auf einer Messe ausgestellt worden und sollte zum Händler zurückgebracht werden. Wegen des starken Windes kippte das Gespann aber seitlich um. Die Feuerwehr war vier Stunden lang damit beschäftigt, es wieder aufzurichten, um es abzutransportieren. In Niederwaldkichen (Bezirk Rohrbach) alarmierte der Notfallkoordinator der ÖBB die Feuerwehr, weil ein Baum einen Zug blockierte. Die Passagiere wurden evakuiert. Verletzt wurde niemand.

Einsatz nach Donauzentrum-Brand in Wien
Jürgen Figerl, von der Wiener Feuerwehr, zählte rund 40 Einsätze zur Beseitigung von Sturmschäden. Es ging vor allem um lose Dachziegel, abgebrochene Äste, umsturzgefährdete Bäume oder umgefallene Baustellengitter, die den Verkehr behinderten und rasch weggeräumt werden mussten.

Der starke Wind führte außerdem zu einem neuerlichen Einsatz beim Donauzentrum, das am Tag zuvor gebrannt hatte. Diesmal machten die Feuerwehrleute Fassaden- sowie Blechteile am Dach des Einkaufszentrums sturmsicher. Die Dachkonstruktion hatte zuvor für die Löscharbeiten geöffnet werden müssen.

Dach in Tirol abegdeckt
Der Föhnsturm zog auch über das Tiroler Unterland. Dort wurde uunter anderem das Blechdach eines landwirtschaftlichen Gebäudes in Söll abgedeckt.

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