06.03.2019 05:43 |

Seit November

Hexentrio von Wernberg: Psychiaterbesuch zu wenig

Wie verworren der Kriminalfall rund um das Wernberger Hexentrio ist, zeigt, dass sogar der Gerichtspsychiater mehrmals kommen muss, um ein Gutachten über das selbst ernannte Medium Margit T. und ihre beiden Gehilfinnen verfassen zu können. Den Frauen werden Mord, Brandstiftung und Betrug vorgeworfen.

Seit gut drei Monaten sitzen die drei Frauen aus dem Raum Villach in der Justizanstalt Klagenfurt in U-Haft – streng voneinander getrennt, um nicht wieder miteinander mauscheln zu können. Die Rechnung scheint aufzugehen: Margit T. schweigt, Melitta O. und Barbara H. belasten sie dafür ausgiebig. Wie berichtet, schilderte H. beim Lokalaugenschein, dass zwar ihr Körper eine Pensionistin in Villach getötet habe, sie aber nur „willenloses Werkzeug von T.“ gewesen sei. O. dagegen gesteht, vor Jahren einen Wünschelrutengeher im Auftrag von T. über den Tisch gezogen zu haben.

T.’s Anwalt Hans Gradischnig hat somit alle Hände voll zu tun: „Sollte das mit dem Betrug so gewesen sein, ist es eine Schweinerei. Ich selbst habe für O. damals den Prozess geführt, im Glauben, sie würde die Wahrheit sagen.“ Dass die Damen sehr überzeugend sein können, haben viele Opfer am eigenen Leib erfahren. „T. sagte, durch sie sprächen Engel – und ich glaubte es“, hatte eine Frau berichtet. Was es mit den Stimmen von oben auf sich hat, soll Gerichtsgutachter Peter Hoffmann klären. Ein Besuch im Gefängnis reiche aber nicht, er müsse wieder kommen, so Gradischnig.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann

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