02.03.2019 06:00 |

Von Tier attackiert

Jogger erwürgte in „Todeskampf“ nur Baby-Puma

Jener Jogger, der sich dafür feiern ließ, in einem Kampf um Leben und Tod einen Berglöwen erdrosselt zu haben, hat nur einen vermutlich ausgehungerten und verwaisten Baby-Puma getötet. Eine Autopsie am Tier ergab nun, dass die Raubkatze nur drei oder vier Monate alt war und lediglich elf Kilo wog - also nur etwa doppelt so viel wie eine normale Hauskatze.

Der 31-jährge Travis Kauffmann war am 4. Februar im US-Bundesstaat Colorado im Wald joggen, als ihn eigenen Angaben zufolge ein Puma angriff. Seine Versuche, das Tier mit Gesten und Schreien abzuschrecken, seien vergeblich gewesen. „Leider rannte es weiter und dann stürzte es sich auf mich und ... seine Kiefer rammten sich in meine Hand und mein Handgelenk“, erzählte der eher schmal gebaute Mann. Im Kampf rollten Puma und Kauffman einen Weg hinab.

Im Ringkampf habe er schließlich die Oberhand gewonnen und konnte dem Tier mit einem Sprung auf den Hals die Luft abdrücken. Nach einem weiteren Angriff, bei dem Kaufmann im Gesicht verletzt wurde, habe der Puma „sich endlich nicht mehr gerührt“.

So schilderte Kaufmann den Vorfall bei einer Pressekonferenz:

Veterinäre: Erwürgter Puma war nur ein „Kätzchen“
Nach dem dramatischen Vorfall wurde der Kadaver des Pumas von Wildhütern geborgen und untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass es sich nicht - wie ursprünglich angenommen, um ein ausgewachsenes Tier handelte. Die Veterinäre schätzen, dass der Berglöwe nur wenige Monate alt war und bezeichneten ihn deshalb als „Kätzchen“. Die Tierärzte vermuten, dass der kleine Puma verwaist, hungrig oder sogar beides gewesen sein muss.

Angriffe von Berglöwen sind extrem selten. Zu ihrer Beute zählen Tiere wie Kojoten, Waschbären, Nagetiere, Elche, Wildschweine und sogar Stachelschweine. Es sei wahrscheinlicher, in der Badewanne zu ertrinken, von einem Hund oder von einem Blitz getötet zu werden, als von einem Puma angefallen zu werden, teilte die Mountain Lion Foundation mit.

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