Mo, 25. März 2019
01.03.2019 10:51

Nachtdienst angetreten

Polizeischüler erschießt aus Versehen Kollegen

Drama auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei im deutschen Würzburg: Ein Polizeischüler erschoss einen Kollegen, als die beiden gerade den Nachtdienst antreten wollten. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass die Tragödie ein Versehen war. Beim Entladen könnte der Schütze nur das Magazin entnommen und eine Kugel im Lauf der Waffe vergessen haben.

Beide Polizeischüler sind jung, um die 20 Jahre alt - genauer wollte die Polizei das Alter nicht bekannt geben. Fest steht laut den Ermittlungen, dass die jungen Männer sich unmittelbar vor Antritt des Wachdienstes am Donnerstagabend gemeinsam in einem Zimmer der Unterkunft aufgehalten hatten. „Da muss es zu der unbeabsichtigten Schussabgabe durch den Jüngeren der beiden gekommen sein“, schilderte Polizeihauptkommissar Michael Zimmer der „Bild“.

Angeschossener starb im Krankenhaus
Als ein weiterer Polizist in den Raum stürmte, fand der die beiden Polizeianwärter vor: den einen geschockt, den anderen lebensgefährlich verletzt. Umgehend wurde der Verletzte ins Krankenhaus gebracht, wo er starb.

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass sich der Schuss aus der Waffe des jüngeren Bereitschaftspolizisten versehentlich löste. Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung laufen.

Psychologische Betreuung für Angehörige und Kollegen
In der Unterkunft in Würzburg, in der sich die Tragödie ereignete, sind nach „Bild“-Informationen einige Hundert Polizisten untergebracht - neben Polizeianwärtern auch Beamte, die bereits länger im Dienst der Bereitschaftspolizei sind. Noch in der Nacht sei eine psychologische Betreuung von Angehörigen der Polizeischüler und Kollegen organisiert worden.

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