Schröcksnadel zürnt

Langlauf-Trainer Gandler muss nach der WM gehen!

Auch wenn noch eine gewisse Schockstarre über der Nordischen Ski-WM und auch über dem ÖSV „schwebt“, erste Konsequenzen, die über die Festnahme der beiden mutmaßlichen Dopingsünder Dominik Baldauf und Max Hauke hinausgehen, beginnen Realität zu werden! Denn wie Österreichs oberster Ski-Boss Peter Schröcksnadel am Abend via ORF verkündete, sind die Tage von Markus Gandler als Cheftrainer der Langläufer gezählt. Gerade einmal die laufende WM darf Gandler noch zu Ende bringen - d.h. am Sonntag ist alles „ausgestanden“…

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Gandler treffe persönlich zwar keine Schuld am neuerlichen Dopingskandal, es werde aber dennoch Konsequenzen geben, sagte Schröcksnadel im ORF-Interview. Der Tiroler stellte dabei auch den gesamten Langlauf-Spitzensportbereich im ÖSV infrage. Dabei hatte der auch schon bei der folgenschweren Polizei-Razzia bei Olympia 2006 in Turin sowie den Dopingfällen Johannes Dürr 2014 bei den Winterspielen in Sotschi und von Harald Wurm 2016 amtierende ÖSV-Langlaufchef Gandler untertags noch tief betroffen reagiert. „Das ist ein harter Schlag für den Langlauf. Ich stehe unter Schockstarre“, erklärte der Tiroler.

Gandler selbst hatte bereits vor dem Ausbruch des neuerlichen Skandals seinen baldigen Rückzug angedeutet. Nun habe sich das ohnehin erledigt, sagte Gandler und zeigte Verständnis für die Maßnahme von Schröcksnadel. „Es sind im Langlauf zu oft Sachen passiert und jetzt sind die Konsequenzen gezogen worden. Vielleicht hätte er es früher tun sollen, oder auch ich“, meinte Gandler. Er habe jedenfalls stets nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet. „Das heißt nicht, dass das ein Schuldeingeständnis ist. Aber irgendwann ist das Vertrauen aufgebraucht“, so der Ex-Langläufer.

Er gab zudem an, dass ihm bis dato nie etwas im Zusammenhang mit Dopingvergehen bei Baldauf und Hauke aufgefallen war. Man könne sie aber nicht ständig überwachen. „Das sind freie Leute, sie haben genügend Freizeit, um so einen Blödsinn zu machen.“ Er hoffe außerdem, „dass es mehr erwischt, nicht nur den ein oder anderen, sondern auch die Drahtzieher.“ Man müsse nun unbedingt alle Beteiligten samt Hintermänner aus allen Sportarten zur Rechenschaft ziehen. „Das System in Deutschland gab es ja nicht nur für ein paar Langläufer, man muss schauen, dass das nicht unter den Tisch gekehrt wird.“ Von Baldauf und Hauke erwartet er sich, dass sie im Gegensatz zu Dürr sofort reinen Tisch machen und alle Hintergründe aufklären.

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