Mo, 20. Mai 2019
13.02.2019 14:00

Erstes Mal in OÖ

Künstliches Herz rettet Familienvater das Leben

Letzter Ausweg Kunstherz! Einen 36-jährigen Familienvater retteten Ärzte am Kepler Uniklinikum Linz das Leben, setzten dem Mühlviertler ein künstliches Herz ein. Eine medizinische Premiere in Oberösterreich. Jährlich sind 80 Österreicher auf ein solches Implantat angewiesen – rund 15 davon sind aus Oberösterreich.

Ein Meilenstein gelang den Medizinern am Linzer Universitätsklinikum. Zum ersten Mal wurde am 21. Jänner in Oberösterreich ein Kunstherz bei einem Patienten implantiert. Der 36-Jährige aus Mitterkirchen erlitt nach Weihnachten einen schweren Herzinfarkt, durch den ein großer Anteil der Muskulatur des linken Herzenmuskel geschädigt wurde. Da der Patient für eine Transplantation nicht geeignet war, musste man auf ein Kunstherz zurückgreifen. In einem vierstündigen Eingriff wurde dem Vater das Leben gerettet. Mittlerweile ist er auf der Normalstation und kann kurze Spaziergänge absolvieren.

Vorbereitungen laufen seit einem Jahr
Früher mussten die Schwerkranken nach Wien, Graz oder Innsbruck transportiert werden. Nicht nur ein logistischer Aufwand, sondern auch für die Patienten äußerst problematisch. In Österreich sind im Jahr rund 80 Personen auf solch ein Implantat angewiesen. Der Bedarf für Oberösterreicher beläuft sich auf 15 Kranke jährlich. In Zukunft werden diese direkt vor Ort am Kepleruniklinikum Linz behandelt. Seit über einem Jahr wird verbissen an diesem Vorhaben gefeilt.

11 Prozent auf Warteliste für eine Leber gestorben
Insgesamt 780 Österreicher warten zur Zeit auf ein Herz, eine Leber, Niere, Lunge oder Bauchspeicheldrüse. Nicht alle Patienten können rechtzeitig versorgt werden: So sterben im Schnitt elf Prozent jener, die auf eine Spenderleber warten. Mit Abstand am größten ist die Wartezeit auf eine geeignete Niere, aber auch die Nachfrage danach ist riesig - derzeit sind es 528 Patienten.

Spendeorgan wird nich abgestoßen
Das Risiko, dass Patienten ein Spenderorgan abstoßen, besteht beim künstlichen Herz nicht. Hier ist die Stromversorgung noch eine „Baustelle“. Zur Zeit muss der Patient die Steuerung immer am Gürtel mit dabei haben, die Akkus spätestens nach 17 Stunden laden.

Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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