04.02.2019 11:48 |

Opfer identifiziert

Clan-Fehde: Autobombe per Fernzünder gesprengt

Es dürfte sich um eine ferngesteuerte Autobombe gehandelt haben, die einen 35 Jahre alten Mann am Sonntag in der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica in den Tod gerissen hatte. Nach dem tödlichen Attentat, bei dem es sich um den nächsten blutigen Akt in einer ganzen Reihe von tödlichen Auseinandersetzungen zweier verfeindete Clans handeln dürfte - im Dezember war Wien Schauplatz der Kämpfe -, kommen nun immer mehr Details ans Tageslicht.

So dürfte es sich bei dem Opfer laut Medienberichten um Nikola C. handeln, der offenbar dem sogenannten Skaljarski-Clan nahestand. Auch der 35-Jährige war kein unbeschriebenes Blatt, wie es weiter heißt. So sei er in der Vergangenheit in zahlreiche Schießereien verwickelt gewesen und war auch wiederholt festgenommen worden.

Als er am Sonntagvormittag gegen 10.40 Uhr in sein Auto, das in der Nähe einer Musikschule geparkt war, stieg und gerade ausparken wollte, detonierte die Bombe, die unter dem Wagen des 35-Jährigen montiert war. Nikola C. wurde dabei aus dem Auto herausgeschleudert und war offenbar sofort tot.

Racheakt für Mord in Wien
Bei der Tat dürfte es sich, wie berichtet, um einen Racheakt des verfeindeten Kavacki-Clans handeln. Eines seiner Mitglieder, der 31 Jahre alte Vladimir R., war am 21. Dezember in der Wiener Innenstadt beim Verlassen eines Lokals erschossen, ein weiterer Mann - ebenfalls Mitglied des Clans - schwer verletzt worden.

Es geht um 200 Kilo Kokain
Entzündet hatte sich die Fehde der beiden Clans im Jahr 2014, als in der Hafenstadt Kotor rund 200 Kilogramm Kokain gestohlen wurden. Die Drogen waren in einer Wohnung in Spanien gebunkert gewesen. Danach kam es zu blutigen Vergeltungsschlägen, erst in Valencia, danach in Montenegro sowie in Serbien.
Bislang soll die Fehde 40 Menschenleben gekostet haben, wird berichtet.

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