Mehr Kompetenzen:

Linzer Bürgermeister will nun „Polizeichef“ werden

Seit Jahren predigt Bürgermeister Klaus Luger, dass in Linz zu wenig Polizisten im Einsatz sind. Konkret würden derzeit 160 Beamte fehlen, die der Stadt eigentlich planmäßig zustehen würden. Weil Luger ständig für die Sicherheitssituation verantwortlich gemacht wird, will der Stadtchef nun selbst „Polizeichef“ werden

Exakt 102,3 Polizeistellen in Linz waren mit Stand Oktober 2018 (das sind die aktuellsten Zahlen) unbesetzt. „Zusätzlich sind 26 Frauen in Karenz und auch Sonderzuteilungen zu anderen Diensten, etwa am Flughafen, sind nicht mitgerechnet. Das sind noch einmal 33 Beamte“, spricht SPÖ-Fraktionsvorsitzender Stefan Giegler von insgesamt 160 Polizisten, die fehlen.

Vor allem an den „Hotspots“ fehlen Beamte
Auch Bürgermeister Klaus Luger (SP) will nicht mehr länger zuschauen. Vor allem an jenen Dienststellen, die für die „Hotspots“ zuständig sind (etwa in der Inspektion am Hauptbahnhof, in Kleinmünchen oder in der Bürgerstraße, zu der auch Südbahnhofmarkt und Hessenpark gehören) fehlen die Kräfte. „Als Bürgermeister werde ich für die fehlende Sicherheit verantwortlich gemacht. Dabei kann ich gar nichts tun“, fordert Luger nun mehr Kompetenzen.

Mehr Kompetenzen für die Städte
Konkret will der Stadtchef die Rechte vom Bund erhalten, die teilweise auch Bezirkshauptleute (außer die in Linz, Wels und Steyr) haben. Er fordert, dass er etwa über Demonstrationsbewilligungen, Arbeitsaufteilung, Verkehrskontrollen und auch Personalfragen der Polizei entscheiden kann.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 21. April 2021
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