„Stehen trotzdem dazu“

Hundeverbot: Brauhaus im Kreuzfeuer der Kritik

Den Groll vieler Hundebesitzer und - freunde haben sich in Oberösterreich die Betreiber des Freistädter Brauhaus zugezogen. Denn seit 1. Jänner heißt es für Vierbeiner „Bitte draußen bleiben!“ Im Internet ist ein regelrechter Shitstorm über den Wirt und die Braucommune hereingebrochen. Doch beide stehen zu ihrer Entscheidung!

Lange haben sie überlegt, mit Jahreswechsel haben sie es umgesetzt: Ein Hundeverbot im Brauhaus Freistadt. Wirt Helmut Satzinger und Braucommune-Geschäftsführer Ewald Pöschko haben sich damit aber nicht nur Freunde gemacht. Im Internet machte die Nachricht unter Hundeliebhabern rasch die Runde und die Gastronomen mussten heftige Kritik einstecken.

„Stehen trotzdem dazu“
„Wir stehen trotzdem dazu“, so Pöschko auf „Krone“-Anfrage. Immer mehr Beschwerden von Gästen wären schließlich der Anstoß gewesen, das umzusetzen, was schon länger in ihren Köpfen herumschwirrte: Hunde lassen sich mit den Hygienebedingungen in einem Restaurant schwer oder nicht vereinbaren. „Viele Menschen tragen ihre Hunde mittlerweile herum wie kleine Kinder. Die Hunde sollen außerdem beim Tisch sitzen und nicht darunter, bekommen dort was zu essen und so weiter. Es gibt aber auch Gäste, die haben Angst, sind allergisch oder stören sich am Geruch eines Hundes“, erklärt Pöschko. Ganz zu schweigen von der Gefahr, dass einmal jemand gebissen werden könnte. Kellner mussten außerdem über die Vierbeiner darübersteigen, was zusätzlich ein Hindernis und eine Gefahr darstellte.

Hygiene ist in der Küche ein wichtiges Thema
Die Brauhaus-Betreiber haben sich vorab mit der Lebensmittelaufsicht abgesprochen. „Die sind sogar froh gewesen, dass sich das endlich jemand traut. Gesetzlich gibt es nämlich keine Handhabe, obwohl in der Küche strenge Hygieneauflagen gelten“, so Pöschko.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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