17.01.2019 10:50 |

Neue Strategie

AUA fliegt nur noch von Wien nach Deutschland

Im Kampf gegen die Billig-Airlines setzen die Austrian Airlines in Zukunft auf eine neue Strategie. Wien soll die zentrale Drehscheibe für den Flugverkehr werden, das Streckennetz für Flüge aus Österreich hinaus wird neu organisiert. Innerhalb Österreichs wird die AUA zwar von Wien aus noch selbst die Flughäfen in den Landeshauptstädten ansteuern, ins benachbarte Ausland fliegt die AUA von dort aber nicht mehr. Diese Aufgabe werden die Deutschen übernehmen.

Die Linienflüge etwa von Salzburg nach Frankfurt oder von Linz nach Düsseldorf wird die AUA bald nicht mehr selbst fliegen, dazu wird mit dem Mutterkonzern Lufthansa bzw. mit der Konzernschwester Eurowings verhandelt. Die AUA spricht von einer Neuordnung des „dezentralen Österreich-Deutschland-Verkehrs“. Für die deutsche Mutter Lufthansa etwa sei es legistisch viel einfacher, aus ihrem zentralen Frankfurter Drehkreuz herauszufliegen, als umgekehrt. Unter dezentralem Verkehr verstehen die Austrian Airlines alle Flüge, die nicht vom Flughafen Wien starten.

200 Beschäftige sollen aus den Bundesländern nach Wien kommen
Flüge zwischen Wien-Schwechat und den Bundesländerflughäfen seien von dieser Netzbereinigung „erst einmal unberührt“, hieß es am Donnerstag von der AUA. Und Charterflüge ins Ausland will die AUA weiterhin auch selbst aus Bundesländerflughäfen anbieten. Vorgesehen ist aber, die derzeit noch in Altenrhein, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz oder Salzburg bestehenden dezentralen Crew-Basen nach Wien zu verlegen. Davon sind dort rund 200 Beschäftigte betroffen. Sie sollen das Angebot erhalten, nach Wien zu kommen.

Flotte wird aufgestockt
Die AUA wird künftig mehr Maschinen im Einsatz haben. Vier Flugzeuge, die derzeit im Leasing für die Swiss in der Schweiz im Einsatz sind, werden in den nächsten Monaten nach Wien überstellt. Im Aufsichtsrat schon Ende November wurde auch beschlossen, die Airbus-Flotte für 200 Millionen Euro auszubauen, und zwar in den nächsten drei Jahren von 36 auf 46 Flugzeuge. Die derzeit 18 Dash-Turboprop-Maschinen werden „ausgeflottet“. In Summe werde das Angebot in Wien dadurch um mehr als zehn Prozent ausgebaut, weil die A320-Jets viel größer seien als die Turboprops.

Kampfansage im schärfer werdenden Wettbewerb
Der neue AUA-Chef Alexis von Hoensbroech, der die Fluglinie rentabler machen will, sprach am Donnerstag von einer Kampfansage im schärfer werdenden Wettbewerb in Wien. „Wir sind bereit, noch weitere Schritte zu gehen, um unser Drehkreuz zu verteidigen.“

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