Unglück bei Notlandung

Frachtflugzeug kracht in Wohnhaus: 15 Tote

Ausland
14.01.2019 11:35
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im Iran ist am Montag ein Frachtflugzeug verunglückt. Die Maschine mit 16 Menschen an Bord krachte nahe der Hauptstadt Teheran in ein Wohngebiet. 15 der Insassen starben - nur der Flugingenieur konnte gerettet werden. Die Boeing 707 sei bei einer Notlandung über die Landebahn hinausgeschossen, sagte ein Sprecher der iranischen Luftfahrtbehörde.

Wie die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichteten, kam das mit Fleisch beladene Militärflugzeug aus Kirgistans Hauptstadt Bischkek und musste am Militärflughafen Fath in Karadsch westlich der Hauptstadt Teheran notlanden.

Dabei geriet der Pilot allerdings mit dem Flugzeug von der Landebahn ab und prallte gegen die Wand eines Hauses. Die Maschine geriet in Brand.

Bis auf den Flugingenieur kamen alle 15 Insassen des Flugzeuges ums Leben. Am Boden dürften keine Personen zu Schaden gekommen sein. In früheren Berichten war von 13 Toten die Rede gewesen. Die Black Box der Maschine soll nun die genaue Unglücksursache klären - und auch warum der Pilot notlanden musste.

Örtliche Medien zeigten Bilder von Arbeitern, die das Wrack durchtrennten, das in ein leer stehendes Gebäude gekracht war. Ein AFP-Fotograf sah eine teilweise ausgebrannte Maschine in den Farben der iranischen Luftwaffe zwischen mehreren Wohnhäusern.

Iranische Flugzeugflotte völlig veraltet
Die iranische Flugzeugflotte ist völlig veraltet, da das Land wegen der US-Sanktionen weder Ersatzteile noch neue Maschinen kaufen kann. Zwar waren die Sanktionen nach dem Abschluss des internationalen Atomabkommens 2015 aufgehoben worden, doch hat der Ausstieg von US-Präsident Donald Trump aus dem Abkommen vergangenes Jahr und die Verhängung neuer Sanktionen die Hoffnung zerschlagen, die Flotte modernisieren zu können.

Im Jahr 2014 kamen alle 94 Menschen an Bord ums Leben, als eine vor der Revolution 1979 gekaufte C-130 nach einem Maschinenschaden in Teheran in ein Wohngebiet stürzte. 22 weitere Menschen starben damals am Boden.

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