09.01.2019 13:40 |

Drama in Escape Room

Türklinke abmontiert - Mädchen hatten keine Chance

Die jungen Opfer der Brand-Tragödie in einem polnischen Escape Room hatten keine Überlebenschance - das wird eine knappe Woche nach dem Drama mehr und mehr klar. Laut Staatsanwaltschaft war die Türklinke an der Innenseite des Raums abmontiert und versteckt worden - als Teil des Spiels, das so grausam enden sollte.

Die fünf 15-jährigen Mädchen, die am vergangenen Freitag einen Geburtstag feierten, hatten keine Chance, sich aus dem geschlossenen Raum selbst zu befreien, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft im Unglücksort Koszalin, Ryszard Gasiorowski, am Mittwoch.

Auch von außen verhinderten die Flammen ihre Rettung: Der Brand schnitt einem Mitarbeiter den Weg zu den Mädchen ab. Der 25-jährige Pole, der selbst Verbrennungen erlitt, rannte auf die Straße, um Hilfe zu holen. Für die Mädchen, die nach vorläufigen Erkenntnissen an einer Rauchgasvergiftung starben, kam sie zu spät.

Video: Fünf Mädchen in Escape Room gestorben

„Einen anderen Fluchtweg gab es nicht“
„Einen anderen Fluchtweg als die Tür gab es nicht“, so Staatsanwaltschafts-Sprecher Gasiorowski. Die abmontierte Klinke zu finden, sei „Teil des Escape-Spiels“ gewesen, bei dem Teilnehmer unter Zeitdruck Aufgaben lösen müssen, um sich aus einem geschlossenen Raum zu befreien. Die Fenster waren demnach mit Rigips versperrt.

Besitzer in U-Haft
Der 28-jährige Besitzer des Escape Rooms in der nordpolnischen Stadt ist in U-Haft, ihm drohen wegen Sicherheitsverstößen und fahrlässiger Tötung bis zu acht Jahre Haft. Die auf so tragische Weise ums Leben gekommenen Mädchen werden am Donnerstag beerdigt.

 krone.at
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