08.01.2019 12:41 |

Junge öfter als Ältere

Studie beweist: Männer lügen häufiger als Frauen

Von der Schummelei bei der Steuerklärung bis zu den großen Korruptionsskandalen - immer wieder lügen Menschen, um sich Vorteile zu verschaffen. Eine Auswertung von insgesamt 565 Studien (eine sogenannte Metastudie) zum Thema Unehrlichkeit hat nun gezeigt, dass Männer häufiger lügen als Frauen und dass die Tendenz zum Lügen zudem vom Alter abhängig ist.

Insgesamt logen bei den untersuchten Experimenten mit insgesamt 44.050 Probanden 42 Prozent aller Männer und 38 Prozent aller Frauen, berichten Wissenschaftler des deutschen Max-Planck-Instituts (MPI) für Bildungsforschung und des Technion-Israel Institute of Technology in der Fachzeitschrift „Psychological Bulletin“.

Unehrlichkeit hängt auch vom Alter ab
Die Vermutung, dass Männer häufiger lügen als Frauen, wurde damit bestätigt, auch wenn der Unterschied nur gering ist, so die Forscher. Außerdem lügen Jüngere häufiger als Ältere. Während die Wahrscheinlichkeit, dass jemand lügt, bei einem 20-Jährigen bei etwa 47 Prozent liegt, beträgt sie bei einem 60-Jährigen nur noch 36 Prozent.

Die Studien nutzten sehr unterschiedliche Experimente, wie beispielsweise ein Münzwurfspiel. Dabei werfen die Teilnehmer eine Münze und geben per Computer das Ergebnis durch. Bei Kopf bekommen sie Geld, bei Zahl gehen sie leer aus. Wird der Versuch öfter und mit vielen Probanden vorgenommen, müsste das Verhältnis von Kopf zu Zahl insgesamt 50 zu 50 betragen. Doch zeigen fast alle Studien, dass Probanden öfter Kopf als Zahl nennen. Einige Probanden lügen also, um mehr Geld zu bekommen.

„Ergebnisse teilweise widersprüchlich“
„Obwohl es zahlreiche Studien gibt, die untersuchen, wer wann und warum lügt, sind die Ergebnisse nicht eindeutig, teilweise sogar widersprüchlich“, erklärte MPI-Forscher Philipp Gerlach. Durch die Überblicksstudie konnten zumindest zu einigen Faktoren präzisere Aussagen getroffen werden.

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