07.01.2019 15:25 |

„Bin von mir entsetzt“

Deutscher Grün-Chef: Twitter-Aus nach Fehltritten

Der deutsche Grünen-Chef Robert Habeck zieht sich überraschend aus den Online-Netzwerken Twitter und Facebook zurück. Hintergrund sind von ihm abgesetzte Wahlkampf-Tweets, die massive Kritik nach sich gezogen haben. Habeck bezeichnete am Montag Twitter als „sehr hartes Medium, wo spaltend und polarisierend geredet wird“. Das färbe auch auf ihn ab. Zudem seien private Informationen über Twitter verbreitet worden. Da auch Facebook-Daten ausgelesen worden seien, werde er auch dort seine Aktivitäten einstellen.

Der Grünen-Chef hatte zuvor für einen Aufruf zur Unterstützung bei der Landtagswahl in Thüringen im kommenden Herbst Spott und Kritik geerntet. In einem von den Thüringer Grünen veröffentlichten Video sagte er: „Wir versuchen, alles zu machen, damit Thüringen ein offenes, freies, liberales, demokratisches Land wird, ein ökologisches Land.“ Das sorgte für Irritationen, weil der Wortlaut nahelegt, dass das Bundesland diese Anforderungen bisher nicht erfüllt. Die Grünen sitzen in Thüringen seit 2014 mit in der Regierung.

Vor der bayrischen Landtagswahl im Oktober hatte Habeck gefordert, die CSU-Alleinherrschaft zu beenden, damit man sagen könne: „Endlich gibt es wieder Demokratie in Bayern.“ Auch dafür war er heftig kritisiert worden.

Reuiger Habeck: „Einfach nur dämlich, ich beiß mir in den Arsch“
„Ich habe mich gefragt, wie ich den gleichen Fehler zweimal machen kann“, sagte Habeck am Montag. Das sei „einfach nur dämlich“ gewesen. Er habe eine schlaflose Nacht gehabt. „Deswegen werde ich da aussteigen.“ Dem Bayerischen Rundfunk sagte Habeck mit Blick auf die Äußerung zu Thüringen: „Ich beiß mir in den Arsch.“ Und: „Ich bin von mir selber entsetzt.“

Habeck war auch einer der Hauptbetroffenen des groß angelegten Datendiebstahls, der in der Nacht auf Freitag in Deutschland bekannt geworden war. Digitalstaatsministerin Dorothee Bär will nun Gesetzesverschärfungen prüfen. „Einen derartigen Angriff müssen wir zum Anlass nehmen, sehr genau auszuloten, ob schon alles getan ist, um eine bestmögliche Datensicherheit zu gewährleisten“, sagte Bär dem „Handelsblatt“ vom Montag.

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