Angst im Klassenzimmer

Schul-Droher kamen immer ungeschoren davon!

Ohnmächtig ist das System gegenüber jenem 13-jährigen Tschetschenen-Buben, der in einer Neuen Mittelschule in Leonding Mitschüler mit dem „Abstechen“ bedroht hatte. Er ist zu jung und die Drohungen passierten außerhalb des Schulgeländes. Auch bei strafmündigen Amok-Schuldrohern kam nichts heraus.

Erst in drei Monaten wird der Bub 14 und damit strafmündig. Wenn er dann noch mal droht, könnte er angeklagt werden. Der Fall wurde sogar im Landessicherheitsrat erörtert. Das ist in anderen Fällen schon passiert – nur herausgekommen ist wegen Drohungen eigentlich nie etwas.

Bedingte Haftstrafe - wegen Nazischmierereien
In Ohlsdorf wurde ein 15-jähriger Bursch zwar zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt, der an der NMS mit der Schrotflinte des Vaters zu morden und sich schließlich selbst zu erschießen drohte. Vom Vorwurf der gefährlichen Drohung wurde der Bursch freigesprochen, das Urteil kam wegen Verstoßes gegen das Verbotsgesetz – sprich Nazi-Schmierereien – und gegen das Waffengesetz zustande.

„Wir bringen euch alle um!“
Rechtlich völlig folgenlos blieb eine Amokdrohung von zwei HTL-Schülern (17, 18) in Wels: „Wir bringen euch alle um!“ Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein: „Kein Plan, nur blödes Dahergerede.“

In Braunau laufen noch Ermittlungen
In Braunau laufen noch strafrechtliche Ermittlungen gegen einen 15-jährigen HTL-Schüler und einen Arbeitslosen (16), die vor knapp drei Wochen in einem Bus mit einer Gasdruckpistole und Messern 40 junge Fahrgäste bedroht hatten. In der Schule passierte dem 15-Jährigen nichts, da der Vorfall außerhalb des Schulgeländes geschehen war. Der Waffennarr, der im Schulspind ein Arsenal versteckt hatte, will mit freiwilligen Sozialstunden die Wogen glätten.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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