Zwist in Kremsmünster

Posse um geplante „Hochzeit“ in Tourismusbranche

Nächster Akt in der Posse um den Beitritt von Kremsmünster in die Tourismusregion Wels. Wie berichtet, stimmte der Gemeinderat gegen den Willen des Bürgermeisters für die „Ehe“. Das Land ordnete aber ein zweite Abstimmung an. Bei dieser fügte sich nun auch Ortschef Obernberger der Mehrheit.

Für reichlich Verwunderung sorgt ein Zick-Zack-Kurs des Kremsmünsterer Bürgermeisters Gerhard Obernberger. Im Mai war der ÖVP-Ortschef und stellvertretende Obmann des Tourismusverbandes Bad Hall-Kremsmünster noch strikt gegen die „Ehe“ mit der Tourismusregion Wels-Sattledt. Er liebäugelte vielmehr mit der Region Steyr-Bad Hall-Eisenwurzen.

Land reagiert auf Expertise
Doch Obernberger und zwei weitere schwarze Gemeinderäte wurden von den eigenen Parteikollegen überstimmt. Als die Planungen für den Absprung nach Wels auf Hochtouren liefen, ordnete der damalige ÖVP-Wirtschaftslandesrat Michael Strugl eine neuerliche Abstimmung an. Die Begründung: Unabhängige Experten des Landestourismus sehen Kremsmünster in der Kernleistung „Stadt- und Kulturerlebnis“ besser in der Region Steyr-Bad Hall aufgehoben.

Nun alle für Wels
Deshalb wurde am Donnerstag Abend nach einer hochemotionalen Debatte erneut abgestimmt. Und diesmal waren alle 31 Mandatare pro Wels. „Ich habe meine Meinung nicht geändert. Ich bin überzeugt, dass die Region Kirchdorf-Steyr-Bad-Hall für uns besser wäre. Ich habe aber nur das Abstimmungsergebnis vom Mai bestätigt“, sieht Obernberger keinen Widerspruch in seinem Wahlverhalten.

Land hat letztes Wort
Dennoch ist der Anschluss an die Tourismusregion Wels noch immer nicht fix. „Das letzte Wort hat das Land“, so Obernberger. Deshalb brodelt die Gerüchteküche. Denn Neo-Landesrat und Ex-Thermendirektor Markus Achleitner soll so wie Vorgänger Michael Strugl ein Befürworter der Partnerschaft mit Bad Hall und Co. sein.

Mario Zeko
Mario Zeko
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