Di, 22. Jänner 2019

Gesundheitsschäden:

13.12.2018 17:00

„Krachmacher“ nicht unter den Christbaum legen!

Kurz vor Weihnachten stürmen die Mamas und Papas in die Geschäfte, um für ihre Kleinen Geschenke zu besorgen. Beim Spielzeug sollten die Eltern Ohren und Augen offen halten, das raten die Experten: Laut Test der Konsumentenschützer entpuppen sich viele Spielsachen als gefährliche Krachmacher oder werden als gesundheitsschädlich beurteilt.

Autos mit Motorengeräuschen und sprechende Kuscheltiere sind bei den Kids natürlich sehr beliebt und werden vor allem unterm Christbaum auch mit großen, erfreuten Augen ausgepackt. Doch Vorsicht: Für Eltern sind Geräusche auf Dauer nervig, für die Kleinen selbst entpuppen sich lärmende Spielsachen oft als gefährliche Krachmacher, wie ein Test der AK-Konsumentenschützer jetzt ergab. Sie haben 14 Spielsachen unter die Lupe genommen und bei sechs von ihnen in einem Abstand von einem halben Meter noch über 80 Dezibel gemessen.

Kindergitarre laut wie ein Presslufthammer
Den Höchstwert von 90 Dezibel wies übrigens die – Nomen es Omen – Rockstar Gitarre auf. Wie laut dies ist, zeigt ein Vergleich: Ein Presslufthammer erzeugt in einer Entfernung von einem Meter etwa 100 Dezibel! Alle 14 getesteten Spielsachen haben Messwerte von über 60 Dezibel ergeben, diese werden von den AK-Experten als kritisch betrachtet: „Was von den Erwachsenen, die meist einen größeren Abstand haben, als störend wahrgenommen wird, kann das Gehör ihre Kinder dauerhaft schädigen.

42 von 92 Proben beanstandet
Zudem ist nicht nur die Intensität, sondern auch die Dauer der Lärmbelastung wesentlich. Daher der wohlgemeinte Rat der AK: Empfinden Vater oder Mutter das Spielzeug zu laut, dann sollte der Krachmacher gar nicht gekauft werden. Aber auch die OÖ Lebensmittelaufsicht hat 92 Proben beim Spielzeug entnommen, wovon 42 beanstandet wurden. Die allermeisten Mängel waren fehlende Kennzeichnungen, etliche Spielzeuge mussten wegen „ablösender Kleinteile“ und dem Risiko des Verschluckens vom Markt genommen werden. Ein „Schleim-Spielzeug“ war gesundheitsschädlich.

Johannes Nöbauer/Kronen Zeitung

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.