10.12.2018 12:35 |

Schadenersatzklage

FACC fordert von Ex-Vorständen zehn Millionen €

Der oberösterreichische Flugzeugteilehersteller FACC fordert von zwei seiner ehemaligen Vorstände zehn Millionen Euro Schadenersatz und hat am Montag beim Landesgericht Ried eine entsprechende Klage eingereicht. Hintergrund ist ein Betrugsfall aus 2016, der die Firma 54 Millionen Euro gekostet hat. Damals hatten sich Betrüger als Firmenbosse ausgegeben und die Überweisung hoher Beträge veranlasst. FACC wirft den ehemaligen Chefs vor, kein ausreichendes Kontrollsystem geschaffen zu haben. Die Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe.

Zwischen 22. Dezember 2015 und 13. Jänner 2016 war einer Mitarbeiterin in Zuge eines sogenannten Fake-President-Fraud vorgegaukelt worden, Zahlungsanweisungen ihrer Chefs zu erhalten. Sie überwies daraufhin 54 Millionen Euro an mehrere ausländische Empfänger. Im Februar 2016 wurde danach die Finanzchefin, im Mai 2016 der damalige Firmenchef abberufen. Sie sind nun Erst- bzw. Zweitbeklagte.

„Pflicht zur kollegialen Zusammenarbeit und Überwachung verletzt“
Der Vorwurf des Unternehmens laute nun im Wesentlichen darauf, sie hätten „in ihren Funktionen die Einrichtung eines angemessenen internen Kontrollsystems verabsäumt und die Pflicht zur kollegialen Zusammenarbeit und Überwachung verletzt“, heißt es in der Mitteilung des Gerichts.

Am 17. Dezember findet am Landesgericht Ried die zweite Verhandlung in der zivilrechtlichen Sache statt. Das oberösterreichische Unternehmen FACC ist börsennotiert, seit 2009 ist die staatliche Aviation Industry Corporation of China Mehrheitsaktionär.

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