Mi, 12. Dezember 2018

3,4% mehr Gehalt

02.12.2018 08:04

Bahn-KV: Einigung nach 16 Stunden Verhandlungen

Nach einem 16-stündigen Verhandlungsmarathon in der zehnten Bahn-KV-Runde hat sich die Gewerkschaft mit dem Abschluss zufrieden gezeigt. „Bei diesen Verhandlungen war eine besondere Kraftanstrengung der Bahnbeschäftigten über alle Bahnunternehmen hinweg notwendig, um einen fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg des Bahnlands Nummer eins zu erreichen“, so vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit.

Neben der rückwirkenden Erhöhung der IST- und KV-Gehälter und der valorisierbaren Nebengebühren für alle Eisenbahn-Kollektivverträge ab 1. Juli 2018 um 3,4 Prozent wurden einige Verbesserungen im Rahmenrecht ausverhandelt. Künftig gibt es Anspruch auf einen Tag Sonderurlaub für ehrenamtliches Engagement bei der Feuerwehr oder Rettung, teilte die für die Eisenbahner zuständige Gewerkschaft vida Sonntag früh in einer Aussendung mit. Auch habe man ab Anfang 2020 mehr Selbstbestimmungsrecht beim Verbrauch von Zeitausgleich vereinbart.

Lehrlingsentschädigung wird angehoben
Zur Bekämpfung des Personalmangels bei den österreichischen Bahnunternehmen gebe es für Berufseinsteiger im neuen Kollektivvertrag ein durchschnittliches Plus von 8,5 Prozent bei den Einstiegsgehältern für die eisenbahnspezifischen Berufe, erklärte Günter Blumthaler, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Eisenbahn. Laut Gewerkschaft fallen heuer im Bahnsektor rund sieben Millionen Überstunden an. Für die rund 1600 Lehrlinge in Österreichs Eisenbahnunternehmen wird ab 1. März 2019 die Lehrlingsentschädigung um durchschnittlich 6,5 Prozent angehoben.

Am vergangenen Montag war es in ganz Österreich zu einem zweistündigen Stopp im Zugverkehr gekommen. 670 Züge - davon 70 im Fernverkehr - standen für die Dauer des angekündigten Warnstreiks still. Eine Einigung war nicht zustande gekommen. Die Bahnwirtschaft umfasst in Österreich rund 60 Bahnunternehmen mit 40.000 Beschäftigten. Der größte Player ist die staatliche ÖBB. Andere größere Betriebe sind die Graz-Köflacher Bahn und die mehrheitlich private Westbahn von Hans Peter Haselsteiner.

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