28.10.2018 14:03 |

Massaker, Paketbomben

Ist US-Präsident Trump jetzt in echter Bedrängnis?

Das Massaker von Pittsburgh, bei dem am Samstag ein 46-jähriger Antisemit in einer Synagoge elf Menschen tötete, ist bereits der zweite offenbar politisch motivierte Gewaltakt, der die USA in der Schlussphase des Wahlkampfs für die Kongresswahlen am übernächsten Dienstag erschüttert. In den Vortagen wurden 13 Briefbomben abgefangen, die an prominente Kritiker von US-Präsident Donald Trump gerichtet waren. Seitdem sieht Trump sich mit verschärften Vorwürfen konfrontiert, er trage mit seiner polemischen Rhetorik zur Aufheizung des politischen Klimas im Land bei. Ist der mächtigste Mann der Welt jetzt in echter Bedrängnis? Diskutieren Sie mit!

Es sind tragische Tage in Pittsburgh, nachdem bei dem Massaker in der Lebensbaum-Synagoge mindestens elf Menschen ums Leben kamen. Die Reaktion von US-Präsident Trump ist klar: Er fordert schnellere Todesurteile für Mörder von Gläubigen in Gotteshäusern und bewaffnete Sicherheitsleute bei Gottesdiensten. Einer Verschärfung der Waffengesetze kann er hingegen nichts abgewinnen. Schließlich wären seiner Ansicht nach nicht elf Unschuldige getötet worden, wären die Besucher der Synagoge geschützt gewesen.

Der festgenommene, mutmaßliche Mörder ist der 46-jährige Robert Bowers, der vor seiner schockierenden Bluttat antisemitische Postings im Internet hinterließ - wie: „Hias (eine jüdische Flüchtlingshilfeorganisation, Anm.) holt gerne Eindringlinge, die unsere Leute töten. Ich kann nicht sitzen bleiben und zusehen, wie meine Leute abgeschlachtet werden. Scheiß auf eure Sichtweise, ich gehe rein.“ Bevor er um sich schoss, habe er gerufen: „Alle Juden müssen sterben!“

Briefbomben an Trumps schärfste Kritiker abgefangen
In den Vortagen waren 13 Briefbomben abgefangen worden, die an prominente Trump-Kritiker gerichtet waren, unter ihnen Ex-Präsident Barack Obama, die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, aber auch der US-Sender CNN. Der mutmaßliche Versender der Sprengsätze, der 56-jährige Cesar Sayoc aus dem US-Bundesstaat Florida, war am Freitag festgenommen worden.

Seit dem Auftauchen der Bomben sieht sich Trump mit verschärften Vorwürfen konfrontiert, er trage mit seiner oft aggressiven und polemischen Rhetorik zur Aufheizung des politischen Klimas im Land bei. Nach der Attacke auf die Synagoge kündigte er an, er wolle einen anderen Ton anschlagen.

„Shoot back at crimes ist das Einzige, was hier helfen kann“
Der User buzznfrog kann die Kritik an Trump nicht nachvollziehen: „Der Präsident verurteilt diese Tat aufs Schärfste und einige Leute haben nichts Besseres zu tun, als Trump zu bleidigen.“ krone.at-User Zynikus befürwortet vor allem die Einstellung Trumps zu den Waffengesetzen: „Shoot back at crimes ist das Einzige, was hier helfen kann“, so Zynikus, „sonst bleibt nur die Opferrolle“.

User jomit dagegen kritisiert vor allem die Forderung nach einer schnelleren Todesstrafe: „Die Verfahren dauern so lange, damit man sicherstellen kann, dass keine Unschuldigen getötet werden, das ist Trump scheinbar egal.“ „Der Täter soll Antisemit und Trumpgegner sein“, so der User Prometheus90 und äußert sich besorgt: „Dies zeigt, dass es in den USA sogar Leute gibt, für die Trump zu wenig radikal ist.“

Was sagen Sie zu den neuesten Entwicklungen um Donald Trump? Werden ihn die Kontroversen in Bedrängnis bringen? Wir wollen Ihre Meinung lesen! Diskutieren Sie direkt hier in den Kommentaren oder in unserem Forum mit!

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