Mi, 14. November 2018

Regierungsbekenntnis

24.10.2018 14:28

Haus der Geschichte wird „Haus der Republik“

Wie auch der Titel der Republiksaustellung im Haus der Geschichte in der Neuen Burg am Wiener Heldenplatz - „Aufbruch ins Ungewisse - Österreich seit 1918“ - war bis vor Kurzem auch die Zukunft des Projekts ungewiss. 16 Tage vor der Eröffnung des Hauses der Geschichte haben Kulturminister Gernot Blümel und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (beide ÖVP) nun das Bekenntnis zu einer „langfristigen Perspektive“ abgegeben. Zu diesem gehört auch die Sicherung der Subvention von 1,5 Millionen Euro für das Jahr 2019 (bisher war eine Million Euro geplant) sowie eine Evaluierung bis Jahresende, nach der auch die künftige Standortfrage geklärt werden soll. Am Ende soll ein „Haus der Republik“ entstehen.

Die Loslösung von der Nationalbibliothek soll die Eigenständigkeit ermöglichen, die Anbindung ans Parlament erläuterte Blümel folgendermaßen: „Wenn man Republiksgeschichte vermitteln will, ist das ohne das Parlament nicht möglich.“ Die wissenschaftliche Unabhängigkeit sei in jedem Fall garantiert. Angedacht sei eine ähnliche Konstruktion wie beim Nationalfonds oder dem Restitutionsfonds, wie Sobotka am Mittwoch betonte.

Kein „Anhängsel“ der Nationalbibliothek mehr
Die Schaffung eines „Hauses der Republik“ sei seit 1919 ein Thema gewesen, dem endgültigen Beschluss im Jahr 2016 sei durch seinen Vorgänger, Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ), eine Redimensionierung gefolgt. In weiterer Folge sei die Anbindung an die Nationalbibliothek als „Anhängsel“ oft kritisiert worden. Dieser Ungewissheit wolle man nun ein Ende setzen.

Direktorin des Hauses über „gemeinsamen Weg“ erfreut
Monika Sommer, Direktorin des Hauses der Geschichte, erinnerte an die Zeit ihrer Bestellung im Februar 2017: „Als ich den Auftrag übernahm, war die Zukunft ungewiss.“ Sie wolle nun gemeinsam an jenem Fundament weiterbauen, das man in den vergangenen Monaten geschaffen habe. „Wir werden am 10. November das Modul 1 eröffnen. Damit füllt die Republik eine Lücke und gibt ihrer jüngeren Geschichte einen eigenen Raum.“ Sie sei glücklich, dass nun ein „gemeinsamer Weg“ skizziert sei, die Unabhängigkeit werde gewahrt bleiben.

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