Di, 22. Jänner 2019

Satelliten-Fotos

15.10.2018 15:45

30-Kilometer-Riss in Antarktis-Gletscher entdeckt

Vom Pine Island Glacier, dem längsten und am schnellsten fließenden Gletscher der Antarktis, dürfte schon bald ein riesiger Eisberg abbrechen. Auf Aufnahmen des Satelliten „Landsat 8“ ist ein vor Kurzem - Ende September - entstandener, bereits rund 30 Kilometer langer Risse in der Gletscherzunge erkennbar. Setzt dieser sich fort, dann könnte ein etwa 300 Quadratkilometer großer Eisberg abbrechen.

Entdeckt wurde der Riss auf Bildern, die mit dem Operational Land Manager (OLI), einer speziellen Kamera an Bord von „Landsat 8“, aus einer Höhe von 700 Kilometern gemacht wurden. Wenn der Pine Island Glacier erneut kalbt, dann wäre es bereits der sechste große Eisberg, der seit 2001 von dem Gletscher abbricht, berichtete der Forscher Stef Lhermitte von der Delft University of Technology auf Twitter.

„Wenn dieser Bruch sich fortsetzt, könnte sich die Eisfront des Gletschers um weitere fünf bis sechs Kilometer zurückverlagern“, sagt Lhermitte. Wann das Kalben tatsächlich passiert, ist aber noch unklar, Lhermitte schätzt, dass es in wenigen Wochen bis Monaten so weit sein könnte.  Vom Pine-Island-Gletscher war erst im Herbst vergangenen Jahres ein riesiger, 265 Quadratkilometer großer Eisberg abgebrochen.

Satellit seit fünf Jahren im Weltall
„Landsat 8“ ist am 11. Februar 2013 an Bord einer „Atlas“-Rakete von Kalifornien aus zur Erdüberwachung ins All geschickt worden und erhebt unter anderem Daten über Naturkatastrophen und den Zustand der Wälder. Der Satellit benötigt für eine Erdumkreisung rund 99 Minuten und sammelt alle 16 Tage Bilder der kompletten Oberfläche unseres Planeten.

Die Mission soll außerdem das Wasser- und Energiemanagement verbessern und bei der Städteplanung sowie der Überwachung der Landwirtschaft helfen, so die NASA, die mit ihrem „Landsat“-Programm bereits seit über 40 Jahren Informationen über die Erde sammelt.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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