Sa, 17. November 2018

Es wird gemütlich!

16.10.2018 09:05

Die 10 besten Bücher für einen kuscheligen Herbst

Die Tage werden kürzer und kälter, viele ziehen die kuschelige Wohnung nun wieder Clubs und Bars vor und verbringen ihre Abende entspannt zu Hause. Was da nicht fehlen darf? Der perfekte Schmöker und Lust am Lesen! Damit Sie sich entspannt einigeln können, stellen wir Ihnen hier zehn aktuelle Bücher zur Auswahl vor. Wir wünschen viel Vergnügen!

1. Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky
Zauberhaft, etwas wunderlich und doch ohne Kitsch - so präsentiert sich Mariana Lekys Roman, der sich voll und ganz dem Porträt eines Dorfes und seiner Bewohner verschrieben hat. Im Mittelpunkt: Luise, Großmutter Selma und der Optiker. Alle sind sie Westerwälder, doch Selma hat eine Gabe: sie kann den Tod voraussehen. Erscheint der alten, großen Dame - die jedermann an einen berühmten Showmaster erinnert - ein Okapi im Traum, so stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf - unklar ist nur, wen es treffen wird. In den bangen Stunden, die auf Selmas Traum für alle Einwohner des Dorfes folgen, werden in so manchem Haushalt bittere (und süße) Wahrheiten ausgetauscht, es wird gehofft, gebeichtet und etwas „mehr Welt hereingelassen“. Und dann verliebt sich Luise, ausgerechnet in einen buddhistischen Mönch ...

Mariana Leky, Was man von hier aus sehen kann, DuMont Buchverlag, 2018

2. Die Farbe von Milch von Nell Leyshon
Mary, die mit drei älteren Schwestern aufwächst, ist harte Arbeit von Kindesbeinen an gewöhnt, denn sie ist auf einem Bauernhof groß geworden, wo die Arbeit nie zu enden scheint. Ohne männlichen Erben gesegnet lässt der brutale Vater die Töchter tagaus, tagein, kräftig schuften, um diesen „Fehler“ wieder gut zu machen - auch die gehbehinderte Mary, deren Haar die Farbe von Milch hat. Doch im Jahre 1830, als Mary 15 Jahre alt wird, zieht sie in den Haushalt des örtlichen Pfarrers, um dessen zarte Ehefrau zu pflegen und dieser Gesellschaft zu leisten. Erstmals erfährt das Mädchen Bildung, Wohlwollen und Zuneigung. Doch Marys Glück währt nicht lange, denn die Pfarrersfrau stirbt - und damit droht auch der Traum vom neuen Leben zu platzen. Doch Mary ist klug - und eine Kämpferin, die sich den Zwängen des 19. Jahrhunderts nicht ohne Widerspruch unterordnet ... Nell Leyshons „Die Farbe von Milch“ ist ein Kammerspiel über Klassenunterschiede, Armut und das karge Leben einer standeslosen Frau in einer patriarchalen Welt.

Nell Leyshon, Die Farbe von Milch, Eisele Verlag, 2017

3. Liebe und Verderben von Kristin Hannah
Die erste Liebe, unvergesslich und intensiv: Als Lenora (Leni) Allbright, ein unstetes Nomadenleben längst gewöhnt, mit ihren Eltern 1974 schlussendlich nach Alaska zieht, um ein geerbtes Grundstück in Besitz zu nehmen, ist die Familie voller Hoffnung, das Trauma des Krieges, das der Vater in Vietnam davongetragen hat, endgültig hinter sich zu lassen. Zuerst ist Leni traurig, sehnt sich nach Anerkennung und Wärme, doch in Matthew findet sie schließlich einen Freund. Aus Freundschaft wird bald Liebe. Lenis Vater Ernt jedoch kämpft mit seinen Dämonen, nur der Alkohol hält ihn am Leben. Als Leni beobachten muss, wie ihr Vater ihre Mutter schlägt - und schließlich erfährt, wovor Cora sie bislang bewahrt hat - verändert sich alles. Gut, dass ihr Large Marge, Thelma, Tom Walker und dessen Sohn Matthew beistehen - und ihr auch in den unwirtlichen, trostlosen Wintern eine Stütze sind.

Kristin Hannah, Liebe und Verderben, Rütten & Loening, 2018

4. Valerie Trierweiler - Die Dame in Gold
Wien zur Jahrhundertwende - Hauptstadt der Moderne und der künstlerischen Avantgarde, im Jahre 1903. Die junge, mit dem Fabrikanten Ferdinand Bloch verheiratete, Adele ist neugierig, unangepasst und begierig, die hiesigen Vertreter Wiener Kunst, Literatur und Kultur kennzulernen. Ihr Wohnsitz in der Innenstadt wird bald zum Treffpunkt der Szene. Dort, in ihrem berühmten Salon, trifft sie auch erstmals auf den berühmt berüchtigten Maler Gustav Klimt, dem sie fortan viele Stunden Modell sitzt. Zwischen dem unkonventionellen Künstler und der lebensfrohen Dame entwickelt sich eine innige Liebe. Klimt vertraut sie auch ihre schrecklichsten Verluste an, bis die Weltkriege und die brodelnde Gerüchteküche die beiden entzweien.

Valerie Trierweiler, Die Dame in Gold, Aufbau Taschenbuch, 2018

5. Carol R. Brunt - Sag den Wölfen, ich bin zu Hause
June Elbus lebt mit ihrer älteren Schwester Greta und ihren Eltern in der Nähe von New York. Es ist das Jahr 1987. Die 15-Jährige ist eine Einzelgängerin, die ehemals herzliche Beziehung zur Schwester wird bestimmt von Gemeinheiten und bösen Kommentaren. Sie flüchtet sich zu ihrem Patenonkel. Finn, der Maler und ein angesehener Künstler ist, hat immer für sein „Krokodil“ Zeit, die beiden führen eine ganz besondere Beziehung. June liebt Finn - und kann nicht verstehen, warum ihre Familie ihn großteils meidet. Als Finn viel zu jung an einer Krankheit stirbt, deren Namen ihre Mutter kaum auszusprechen wagt, steht in Junes Leben kein Stein mehr auf dem anderen. June bleibt trostlos zurück. Bis sich Toby, der Finn sehr nahe stand, bei ihr meldet. Toby hat Aids, auch er muss sterben, doch Toby hat keine Freunde, denen er sich anvertrauen kann. Zuerst ist June missstrauisch - doch die Neugier auf Finns Vertrauten siegt.

Carol R. Brunt, Sag den Wölfen, ich bin zu Hause, Eisele, 2018

6. Lisa Wingate - Libellenschwestern
Die zwölfjährige Rill Foss lebt Ende der 30er Jahre mit ihren Eltern und vier Geschwistern auf einem Hausboot auf dem Mississippi in Tennessee. Als der Vater ihre Mutter eines Nachts ins Krankenhaus bringen muss, da die Mutter Zwillinge erwartet, verspricht Rill ihm, in der Zwischenzeit auf die Geschwister aufzupassen. Doch der Vater kehrt nicht zurück. Stattdessen kommen Polizisten, die die Kinder mit sich nehmen. Die fünf Foss-Kinder werden schließlich in ein Waisenhaus der Tennessee Children‘s Home Society gebracht, wo ein schreckliches Adoptionsprogramm im Gange ist: Kinder werden für eine große Summe Geld an reiche, prominente aber kinderlose Paare verkauft. Die Foss-Geschwister gehen gezwungenermaßen verschiedene Lebenswege, ebenso wie die vielen anderen „Waisenkinder“, die ihren Familien auf grauenhafte Art und Weise entrissen werden. Avery Stafford, Staatsanwältin und Tochter des Senators Wills Stafford, wird auf diese Machenschaften durch einen Zufall aufmerksam - und deckt abscheuliche Verbrechen auf ...

Lisa Wingate, Libellenschwestern, Limes Verlag, 2018

7. Wolf Haas - Junger Mann
Der Vorteil von Unfällen? Trostschokolade. Der Nachteil von Trostschokolade? Übergewicht. Diese Erfahrung macht unser junger Mann schon früh, bis er mit (fast) 14 Jahren dem umwerfenden Lächeln begegnet, das der Elsa gehört. Daraufhin beginnt unser Protagonist, der 1973 in der Provinz äußerst tüchtig unterm „Chef“ an einer Tankstelle arbeitet - und so dem katholischen Internat in den Sommermonaten den Rücken zukehrt -, eine radikale Abmagerungskur. Alles für die Elsa, der Existenz ihres Ehemannes „Tscho“ zum Trotz. Mit jedem Kilo, das dahinschmilzt, sieht der oft für ein Fräulein gehaltene Jungspund (die Frisur, er nimmt‘s aber mit Humor!) seine Chancen bei seiner Traumfrau steigen. Doch eines Tages taucht der „Tscho“ bei ihm auf und nimmt ihn in seinem Scania mit auf Tour bis nach Griechenland ...

Wolf Haas, Junger Mann, Hoffmann und Campe Verlag, 2018

8. Mittagsstunde - Dörte Hansen
Die Wolken hängen schwer über der Geest, als Ingwer Feddersen, 47, in sein Heimatdorf zurückkehrt. Er hat hier noch etwas gutzumachen. Oma Ella ist dabei, ihren Verstand zu verlieren, Opa Sönke hält in seinem alten Dorfkrug stur die Stellung. Er hat die besten Zeiten hinter sich, genau wie das ganze Dorf. Wann hat dieser Niedergang begonnen?

Dörte Hansen, Mittagsstunde, Penguin Verlag/randomhouse, ab 15. Oktober 2018 erhältlich

9. Celeste Ng - Was ich euch nicht erzählte
Eine Familie mit chinesischen Wurzeln im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, Bundesstaat Ohio. Am Morgen des 3. Mai 1977 erscheint die 16-jährige Lydia nicht zum Frühstück. Zwei Tage später ist es traurige Gewissheit: die intelligente Tochter ist tot. War es Mord oder Selbstmord? Mutter Marilyn und Sohn Nathan begeben sich auf Spurensuche. Sie glauben an ein Fremdverschulden, obwohl sich infolge der polizeilichen Ermittlungen keinerlei Hinweise darauf ergeben. Jack, der Nachbarsjunge, soll Schuld an Lydias Tod tragen. Doch unabhängig davon bekommt das scheinbar so wohlgeordnete Familienkonstrukt tiefe Risse. Lydias Isolation, die aus zu hoch gesteckten Erwartungen an sie - sowie ihrem Migrationshintergrund - resultiert und die Auswirkungen des familiären und gesellschaftlichen Drucks auf den Teenager werden immer deutlicher.

Celeste Ng, Was ich euch nicht erzählte, dtv, 2017

10. Haylen Beck - Ohne Spur
Audra Kinney flieht mit ihren zwei kleinen Kindern vor ihrem gewalttätigen Ehemann. Doch auf der Flucht wird sie von der Polizei angehalten, die ein Päckchen Marihuana in ihrem Wagen findet. Audra beteuert ihre Unschuld - zwecklos. Doch es kommt noch schlimmer: Plötzlich sind Audras Kinder verschwunden, im Verhör behauptet der Sheriff, sie sei allein im Wagen gewesen. Die Presse und Spezialeinheiten suchen nach den Leichen der Kinder, die Audra umgebracht haben soll, niemand schenkt ihren Beteuerungen Glauben. Doch plötzlich taucht ein geheimnisvoller Fremder auf, der mehr zu wissen scheint … 

Haylen Beck, Ohne Spur, dtv, 2018

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