Nach 0:2 in Berlin

Bayern stecken jetzt in der ersten Mini-Krise

Fußball International
29.09.2018 12:03

Erst das 1:1 in Augsburg am Dienstag, dann das 0:2 bei der Berliner Hertha am Freitagabend - kündigt sich da etwa Bayerns erste Mini-Krise an? Trainer Niko Kovac (im Video oben) kritisiert vor allem die schlechte Chancen-Auswertung nach der ersten Pleite gegen Hertha seit fast zehn Jahren. Aber der Kroate weiß auch: „Wenn sich das dreht, schaut es schon bald wieder anderes aus.“ Am besten schon am Dienstag in der Champions-League gegen den niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam.

„Wenn man 0:2 mit Bayern in Berlin verliert, glaubt einem keiner, dass ich mit der Leistung zufrieden bin. Was fehlt, sind die Tore, dass wir die Vielzahl der Chancen nicht nutzen. Das ist das Einzige, was ich zu bemängeln habe“, sagte der ehemalige Hertha-Profi unaufgeregt. „Ich sehe es ganz entspannt.“  Dabei hatte Berlin „nicht nur gewonnen, sondern verdient gewonnen“, wie nicht nur Hertha-Trainer Pal Dardai und Manager Michael Preetz nach einem sehenswerten Spiel festhielten. Die Gastgeber entzauberten Franck Ribery und Co. mit Konsequenz und guter Organisation in der Defensive, aber auch mit Spielwitz in der Offensive, den das Publikum eigentlich vorrangig von den Gästen erwartet hatte.

„Wir spielen mehr Fußball als im letzten Jahr“, befand Herthas junger Mittelfeld-Organisator Arne Maier, der seine prominenteren Gegenspieler ausstach. „Das ist etwas Großartiges“, jubelte ÖFB-Teamspieler Valentino Lazaro, einer der Besten auf dem Platz. Hertha-Kapitän Vedad Ibisevic per Foulelfmeter (23. Minute) und Ondrej Duda (44./nach Lazaro-Assist) sorgten mit ihren Saisontreffern Nummer vier und fünf für den ersten Sieg gegen die Bayern nach neun Jahren und 226 Tagen.

„Für uns ist es eine gute Sache. In der ersten Halbzeit waren wir einen Tick besser. Das war fast perfekt“, erklärte Dardai. Nach der Pause hätten seine Jungs dann „mehr kämpferisch“ überzeugt. Dardais Veränderung in der Spielphilosophie hin zu mehr Ballbesitz, Tempo und Direktkombinationen zeigt schon nach dem sechsten Spieltag Wirkung: Nur ein einziges Tor fehlte, um den großen FC Bayern am Freitagabend sogar von der Tabellenspitze zu stoßen. „Wir sind auch mit dem 2:0 ganz zufrieden“, bemerkte Preetz mit einem Schmunzeln.

Kovac stemmte sich nach dem eher bescheidenen Auftritt der Bayern in seiner Geburtsstadt gegen jede Schwarzmalerei. „Klar, dass man die letzten beiden Spiele sieht“, sagte der Münchner Trainer. „Ich sehe alle neun. Und nach neun Spielen die erste Niederlage ist gar nicht so schlecht, auch wenn wir andere Ansprüche haben.“ Wie schon beim vorangegangenen 1:1 gegen Augsburg ließ seine Elf in Berlin die letzte Entschlossenheit im Torabschluss, aber auch Cleverness in den Zweikämpfen vermissen.

Wie Kovac bemängelte auch David Alaba die mangelnde Effizienz. „Es ist ein Faktor, dass wir die Chancen nicht genutzt haben. Dann bekommst du zwei Tore, und dann wird es schwierig“, analysierte der Österreicher.

krone Sport
krone Sport
Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

(Bild: KMM)



Kostenlose Spiele