Fr, 19. Oktober 2018

Wolfsforscher sicher:

07.09.2018 06:00

„Ein Stromschlag ist das Einzige, das wirkt!“

Verhaltensbiologe Dr. Kurt Kotrschal vom Wolfsforschungszentrum Ernstbrunn (NÖ) bezweifelt, dass Gummigeschosse, Signalpatronen und Schreckmunition geeignete Mittel sein können, um Wölfe dauerhaft zu vergrämen und von Weidetieren fernzuhalten. Als wirksames Abschreckungsmittel setzt er auf Elektro-Zäune.

„Krone“:In der „Wolfgemeinde“ Liebenau dürfen Jäger ab sofort mit Gummigeschossen auf „Isegrims“ feuern.

Kotrschal: Derartige Vergrämungsversuche schaden zwar nicht, bringen aber leider wenig. Denn nur mit ganz viel Glück bekommt man einen Wolf auch zu Gesicht. Für Jäger bedeutet das einen hohen Aufwand, im Grunde ist das ziemlich ineffizient.

„Krone“:Was raten Sie Landwirten dann, die Weidetiere halten?

Kotrschal: Das Einzige, das wirksam hilft, sind Stromschläge durch Elektro-Zäune. Einen Kontakt mit etwa 5000 Volt merken sich die Wölfe ein Leben lang - und sie bringen ihn mit Schafen in Verbindung. Auf die Weise brennt sich in ihr Gehirn ein, dass das keine leichte Beute ist.

„Krone“:Was halten Sie von einer Abschreckung durch Licht und Lärm - etwa Schreckschüsse oder Signalpatronen?

Kotrschal: Die Wölfe schrecken sich zwar, doch es fehlt dabei die Verbindung zum Schaf.

„Krone“:Wie sollte man sich verhalten, wenn man zufällig einmal auf einen Wolf trifft?

Kotrschal: Im Gegensatz zum Bären soll man Wölfe mit Steinen oder Ästen bewerfen und laut schreien. Doch man sollte nicht vor ihnen weglaufen.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner

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